Finanzergebnis H1 2018

02.08.2018

AMAG Austria Metall AG mit solidem Ergebnis in einem bewegten Marktumfeld

  • Attraktives Marktwachstum bei Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten
  • Marktumfeld von Sonderthemen stark beeinflusst
  • Strategischer Wachstumskurs im 1. Halbjahr 2018 geprägt von Qualifikationen und gezielten Einzelinvestitionen
  • Umsatz mit einem Plus von 0,8 % auf 539,5 Mio. EUR
  • EBITDA mit 86,2 Mio. EUR aufgrund höherer Rohstoffkosten und Vorlaufkosten erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau (H1/2017:  92,4 Mio. EUR)
  • Ausblick 2018: EBITDA-Bandbreite zwischen 150 und 170 Mio. EUR

 

Die AMAG Austria Metall AG setzte den Weg des organischen Wachstums in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgreich fort. Hierbei wurde das Marktumfeld, welches von einer jährlich steigenden Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten gekennzeichnet ist, von Sonderthemen in besonderem Maße geprägt. So führte die US-Administration zusätzliche Importzölle für Aluminium ein, die nach zweimaligem Aufschub seit dem 1. Juni 2018 nun auch Lieferungen aus der Europäischen Union und Kanada betreffen. Die von brasilianischen Behörden angeordnete Kapazitätskürzung der weltweit größten Tonerderaffinerie sowie die US-Sanktionen gegenüber Russland ließen am Markt Versorgungsengpässe bei Aluminium und Tonerde befürchten. Hohe Preisschwankungen waren die Folge.

 

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Gerade in solch turbulenten Zeiten wird deutlich, dass die AMAG mit dem integrierten Standort in Ranshofen und der 20%-Beteiligung an der Elektrolyse Alouette in Kanada strategisch sehr gut aufgestellt ist. Die Möglichkeit, auf das eigene in Kanada produzierte Primäraluminium zurückzugreifen, und unsere eigenen Gießerei- und Recycling-Kapazitäten gewährleisten eine hohe Versorgungssicherheit für unseren Standort in Ranshofen.“

 

Die AMAG-Gruppe erreichte in der ersten Jahreshälfte 2018 einen Absatz von 204.700 Tonnen. Dieser lag um 5 % unter dem Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2017: 214.800 Tonnen), was insbesondere auf die geplanten Modernisierungstätigkeiten in den Segmenten Metall und Gießen zurückzuführen ist. Im Segment Walzen konnte im Zuge des strategischen Wachstumsprogramms die Absatzmenge im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres erneut gesteigert werden.

Der Umsatz lag in der ersten Jahreshälfte 2018 bei 539,5 Mio. EUR und damit etwas über dem Vorjahresvergleichswert von 535,4 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug in der ersten Jahreshälfte 2018 insgesamt 86,2 Mio. EUR und lag damit wie erwartet etwas unter dem Vorjahreswert von 92,4 Mio. EUR. Gründe für diesen Rückgang waren vor allem höhere Rohstoffkosten und die höheren Vorlaufkosten für die Standorterweiterung in Ranshofen.

Die AMAG erzielte im 1. Halbjahr 2018 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 46,0 Mio. EUR nach 55,1 Mio. EUR in der ersten Jahreshälfte 2017. Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres bei 33,0 Mio. EUR (1. Halbjahr 2017: 37,6 Mio. EUR).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der wie im Vorjahr auch durch den steigenden Aluminiumpreis beeinflusst wurde, lag in der ersten Jahreshälfte 2018 bei 19,2 Mio. EUR (1. Halbjahr 2017: 26,8 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2018 rund -37,3 Mio. EUR (1. Halbjahr 2017: -67,4 Mio. EUR). Der Free Cashflow verbesserte sich entsprechend von -40,6 Mio. EUR auf -18,2 Mio. EUR.

Das Eigenkapital blieb auch nach der Auszahlung der attraktiven Dividende in Höhe von 42,3 Mio. EUR mit 608,6 Mio. EUR im Vergleich zum Jahresultimo 2017 (607,9 Mio. EUR) stabil und damit auf einem soliden Niveau.

Ausblick 2018:
Für 2018 ist, wie auch in den vergangenen Jahren, mit einem attraktiven Marktwachstum bei Aluminium und Aluminiumprodukten zu rechnen. Im Zuge des Hochlaufs der neuen Anlagen werden in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen, sodass mit einem deutlichen Mengenwachstum im Segment Walzen im Jahr 2018 und in den Folgejahren gerechnet werden kann.

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Der Weg des organischen Wachstums am Standort Ranshofen wurde im ersten Halbjahr 2018 erfolgreich fortgesetzt. Neben der Versuchsgießanlage für Walzbarren und der neuen Plattierstation im Segment Walzen wurde auch ein neuer Schmelzofen für Gusslegierungsprodukte in Betrieb genommen. Der Hochlauf der neuen Anlagen des Standorterweiterungsprojekts „AMAG 2020“ verlief positiv. In der ersten Jahreshälfte konnten wir wichtige Qualifikationen für unterschiedliche Produkte erzielen.“

Angesichts des anfangs beschriebenen und von Sonderthemen beeinflussten Marktumfelds sind die Rohstoffmärkte derzeit hohen Preisschwankungen ausgesetzt, sodass sich eine Ergebnisprognose für 2018 nur in Form einer großen Bandbreite darstellen lässt. Die zusätzlichen US-Importzölle auf Aluminium werden das AMAG-Ergebnis 2018 im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich belasten. Unter Berücksichtigung der Marktbedingungen in den vergangenen Wochen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 ein EBITDA der AMAG-Gruppe im Bereich zwischen 150 und 170 Mio. EUR.


AMAG-Kennzahlen:

in Mio. EUR

Q2/2018

Q2/2017

Änderung

H1/2018

H1/2017

Änderung

Absatz in Tonnen

103.700

107.800

-3,8 %

204.700

214.800

-4,7 %

davon externer Absatz in Tonnen

97.700

101.800

-4,0 %

194.800

201.900

-3,5 %

Umsatzerlöse

276,3

277,9

-0,6 %

539,5

535,4

0,8 %

EBITDA

47,2

49,0

-3,6 %

86,2

92,4

-6,7 %

EBIT

27,5

30,4

-9,8 %

46,0

55,1

-16,5 %

Ergebnis nach Ertragsteuern

20,2

21,0

-3,9 %

33,0

37,6

-12,0 %

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

5,1

19,1

-73,1 %

19,2

26,8

-28,5 %

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-15,6

-22,8

31,6 %

-37,3

-67,4

44,6 %

Mitarbeiter1)

1.955

1.864

4,9 %

1.937

1.841

5,2 %

 

 

in Mio. EUR

30.06.2018

31.12.2017

Änderung

Eigenkapital

608,6

607,9

0,1 %

Eigenkapitalquote

40,9 %

43,3 %

-

Verschuldungsgrad (Gearing)

56,2 %

46,4 %

-

 

1) Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge. Enthält den 20-prozentigen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette.

 

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Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert.

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