Ergebnis Q3/2019

30.10.2019

AMAG Austria Metall AG in Q1-Q3/2019 mit einem EBITDA von 109,2 Mio. EUR

  • Positive Wachstumsaussichten für weltweite Nachfrage nach Primäraluminium und Walzprodukten
  • Derzeitige Nachfrage- und Preisentwicklung durch Eintrübung der Konjunktur und Handelskonflikte beeinflusst
  • EBITDA-Anstieg in Q3/2019 um 10 % auf 37,2 Mio. EUR (Q3/2018: 33,9 Mio. EUR)
  • EBITDA in Q1-Q3/2019 in Höhe von 109,2 Mio. EUR nach 120,1 Mio. EUR in der Vorjahresvergleichsperiode
  • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 108,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht (Q1-Q3/2018: 26,5 Mio. EUR)
  • Ausblick 2019: EBITDA-Bandbreite zwischen 125 und 140 Mio. EUR 

 

Marktumfeld:

Die Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten soll nach den jüngsten Prognosen des Marktforschungsinstituts CRU auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum aufweisen. Insbesondere die Nachfrage aus der Transportindustrie soll von dem steigenden Bedarf an Leichtbaulösungen mit Aluminium profitieren.

Aufgrund der Eintrübung der weltweiten Konjunktur und der Handelskonflikte wird für das Jahr 2019 eine flache Entwicklung der weltweiten Nachfrage nach Primäraluminium erwartet. Die Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten soll 2019 insgesamt um rund 3 % steigen.

Der Aluminiumpreis befindet sich im Vergleich zum vergangenen Jahr auf einem deutlich niedrigeren Niveau. In den ersten drei Quartalen 2019 lag er durchschnittlich bei 1.829 USD/t und damit um 15 % unter dem Vorjahreswert.

Bei dem zur Primäraluminiumherstellung notwendigen Rohstoff Tonerde hat sich die Preissituation im Laufe des Jahres 2019 wieder normalisiert, nachdem Sondereffekte im Vorjahr einen drastischen Preisanstieg zur Folge hatten. In den ersten drei Quartalen 2019 reduzierte sich der Tonerdepreis um insgesamt 27 % im Vergleich zum Vorjahr.

Ergebnisentwicklung 1. - 3. Quartal 2019

Durch die Standorterweiterung der letzten Jahre konnte der Gesamtabsatz in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 336.500 Tonnen gesteigert werden. Hierdurch wurde in den Umsatzerlösen der geringere Aluminiumpreis nahezu vollständig kompensiert. Die Umsatzerlöse lagen mit 821,5 Mio. EUR in etwa auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode (1. bis 3. Quartal 2018: 825,0 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich in den ersten drei Quartalen auf 109,2 Mio. EUR nach 120,1 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf ein niedrigeres Preisniveau zurückzuführen. Positiv wirkten insbesondere günstigere Rohstoffkosten. Das EBIT lag bei 47,9 Mio. EUR, nach 60,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis nach Ertragsteuern reduzierte sich von 43,4 auf 30,0 Mio. EUR.

Im Segment Metall lag das EBITDA in den ersten drei Quartalen 2019 bei 18,0 Mio. EUR nach 23,7 Mio. EUR im Vorjahr. Positiv wirkten die günstigeren Rohstoffkosten sowie die Aufhebung der US-Importzölle auf Aluminium aus Kanada. Insgesamt konnte ein Großteil des niedrigeren Aluminiumpreises kompensiert werden.

Das Segment Gießen erreichte ein EBITDA von 6,2 Mio. EUR nach 5,6 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Einer deutlichen Absatzsteigerung und positiven Effekten aus dem neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 steht ein konjunkturbedingtes geringeres Preisniveau als im Vorjahr gegenüber.

Das Segment Walzen profitierte erneut vom Mengenwachstum. Der Absatz stieg insgesamt um 6 % auf 178.100 Tonnen. Insbesondere in den Bereichen Automobil und Luftfahrt waren Zuwächse zu verzeichnen. Das EBITDA lag mit 89,9 Mio. EUR um 11 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Positiv wirkten die Mehrmenge und Verschiebungen aus IFRS 16, das geringere Preisniveau beeinflusste das Ergebnis negativ.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich in den ersten drei Quartalen im Jahresvergleich von 26,5 Mio. EUR auf 108,3 Mio. EUR vervierfacht, was insbesondere auf den niedrigeren Aluminiumpreis und geringere Bestände zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2019 bei -58,2 Mio. EUR nach -61,7 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Free Cashflow verbesserte sich von -36,4 auf 50,0 Mio. EUR.

Diese Entwicklung im Free Cashflow wirkte sich auch positiv auf die Nettofinanzverschuldung aus, die sich von 311,3 Mio. EUR per Jahresende 2018 auf 305,5 Mio. EUR per Ende September 2019 verringerte. Der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) lag am 30. September 2019 bei 50,9 %, nach 50,1 % per Jahresultimo 2018.

Ergebnisentwicklung 3. Quartal 2019

Der Gesamtabsatz bewegte sich im 3. Quartal 2019 mit 111.000 Tonnen in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals (3. Quartal 2018: 110.500 Tonnen). Aufgrund des niedrigeren Aluminiumpreises gingen die Umsatzerlöse im 3. Quartal 2019 um 7 % auf 266,9 Mio. EUR zurück.

Das EBITDA konnte hingegen um 10 % von 33,9 Mio. EUR auf 37,2 Mio. EUR gesteigert werden. Positiv wirkten hierbei die deutlich gesunkenen Rohstoffkosten sowie die Aufhebung der US-Importzölle für Aluminium aus Kanada.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 20,5 Mio. EUR ergibt sich für die AMAG-Gruppe im abgelaufenen Quartal ein EBIT von 16,7 Mio. EUR. Im Vergleich zum 3. Quartal 2018 entspricht dies einem Zuwachs von 19 %. Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte sich um um 7,0 % auf 11,1 Mio. EUR. 

 

 

Ausblick 2019:

Die Märkte sind derzeit von einer vergleichsweise geringen Visibilität geprägt, bedingt vor allem durch die Handelstreitigkeiten und die Unsicherheiten für die weltweite konjunkturelle Entwicklung, insbesondere im Automobilbereich.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung im 4. Quartal 2019 und damit auf das Geschäftsjahr 2019 wird die weitere Preisentwicklung für Aluminium und Tonerde haben.

Nach aktuellem Stand wird das Segment Metall auch im 4. Quartal 2019 von niedrigeren Rohstoffkosten und der Aufhebung der US-Importzölle für Aluminium aus Kanada profitieren.

Die Segmente Gießen und Walzen sind aktuell konjunkturbedingt in einzelnen Marktbereichen einer geringeren Nachfragetätigkeit und einem niedrigeren Preisniveau als im Vorjahr ausgesetzt.

 

In Summe erwartet der Vorstand für die AMAG-Gruppe ein EBITDA in der Bandbreite zwischen 125 und 140 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2019. 

 

in Mio. EUR

Q3/2019

Q3/2018

Änderung

Q1-Q3/ 2019

Q1-Q3/ 2018

Änderung

Absatz in Tonnen

110.500

111.000

-0,5%

336.500

315.700

6,6%

davon externer Absatz in Tonnen

101.000

102.100

-1,1%

308.600

296.900

3,9%

Umsatzerlöse

266,9

285,4

-6,5%

821,5

825,0

-0,4%

EBITDA

37,2

33,9

9,6%

109,2

120,1

-9,1%

EBIT

16,7

14,0

18,9%

47,9

60,0

-20,2%

Ergebnis nach Ertragsteuern

11,1

10,3

7,0%

30,0

43,4

-30,8%

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

44,5

7,3

510,0%

108,3

26,5

308,5%

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-19,2

-24,4

21,4%

-58,2

-61,7

5,7%

Mitarbeiter1)

2.038

2.003

1,7%

2.002

1.959

2,2%

 

 

 

 

in Mio. EUR

30.09.2019

31.12.2018

Änderung

Eigenkapital

600,7

620,9

-3,2%

Eigenkapitalquote

38,4 %

39,8 %

 

Verschuldungsgrad (Gearing)

50,9 %

50,1 %

 

1)  Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge. Enthält den 20-prozentigen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette.

 

 

Über die AMAG Gruppe

 

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert.

 

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Hinweis

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsbezogenen Einschätzungen und Aussagen wurden auf Basis aller der AMAG zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Prognosen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Diese Veröffentlichung wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Die AMAG und deren Vertreter übernehmen insbesondere für die Vollständigkeit und Richtigkeit der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen keine Haftung. Diese Veröffentlichung ist auch in englischer Sprache verfügbar, wobei in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version maßgeblich ist.

 

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