Ergebnis Q1 2019

30.04.2019

AMAG Austria Metall AG: Aluminiumpreis und Rohstoffkosten beeinflussen Ergebnis in Q1/2019

  • Marktumfeld geprägt von niedrigerem Aluminiumpreis und hohen Rohstoffpreisen
  • Hochlauf der neuen Anlagen im Segment Walzen erfolgreich fortgesetzt
  • Umsatzanstieg um 4 % auf 274,4 Mio. EUR insbesondere durch Absatzsteigerung im Segment Walzen
  • EBITDA in Höhe von 33,0 Mio. EUR nach 38,9 Mio. EUR in Q1/2018
  • Ausblick 2019: EBITDA-Bandbreite zwischen 125 und 155 Mio. EUR

 

Marktumfeld:

Die weltweite Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten konnte auch im 1. Quartal 2019 weiter zulegen. Jedoch war das Marktumfeld von einer im Vergleich zum 1. Quartal 2018 ungünstigen Preisentwicklung bei Aluminium und dem Rohstoff Tonerde geprägt. Während sich der Aluminiumpreis im Mittel um 13 % von 2.164 USD/t auf 1.880 USD/t reduzierte, stieg der durchschnittliche Marktpreis für Tonerde im selben Vergleichszeitraum um rund 2 % an.

 

Q1/2019 in Zahlen:

Aufgrund des positiven Hochlaufs der neuen Anlagen im Segment Walzen und des neuen Schmelzofens im Segment Gießen stieg die Absatzmenge im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 10 % auf 111.600 Tonnen.

 

Der Umsatz der AMAG-Gruppe erhöhte sich im Quartalsvergleich um 4 % von 263,2 Mio. EUR auf 274,4 Mio. EUR, was insbesondere auf die Mehrmenge im Segment Walzen zurückzuführen ist.

 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug im 1. Quartal 2019 33,0 Mio. EUR nach 38,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Negativ wirkten sich insbesondere der niedrigere Aluminiumpreis sowie gestiegene Rohstoffkosten aus. Die höhere Absatzmenge konnte diesen Effekt nur teilweise kompensieren.

 

Das EBITDA im Segment Metall ging aufgrund des niedrigeren realisierten Aluminiumpreises und höherer Rohstoffkosten von 10,6 auf 0,1 Mio. EUR deutlich zurück.

 

Das EBITDA im Segment Gießen profitierte von einem deutlichen Absatzplus. Die Erstanwendung des neuen IFRS16-Standards „Leasingverhältnisse“ führte im 1. Quartal 2019 zusätzlich zu einer EBITDA-Verschiebung vom Segment Service hin zum Segment Gießen in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Insgesamt kletterte das EBITDA im Segment Gießen von 1,1 auf 1,9 Mio. EUR.

 

Im Segment Walzen wurde der Hochlauf der neuen Anlagen erfolgreich fortgesetzt. Die 9%ige Absatzsteigerung von 54.400 auf 59.200 Tonnen trug wesentlich zum Ergebnisanstieg im Quartalsvergleich bei. Zusätzlich führte die Erstanwendung des IFRS16-Standards zu einer EBITDA-Verschiebung vom Segment Service hin zum Segment Walzen in Höhe von 3,6 Mio. EUR. In Summe erhöhte sich das EBITDA im Segment Walzen von 24,3 auf 32,1 Mio. EUR.

 

Das EBITDA im Segment Service reduzierte sich im Quartalsvergleich von 3,0 auf -1,1 Mio. EUR, was insbesondere auf die bereits genannten Verschiebungen zu den Segmenten Gießen und Walzen in Höhe von rund 4,0 Mio. EUR infolge von IFRS16 zurückzuführen ist.

 

Unter Berücksichtigung nahezu unveränderter Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr (20,2 Mio. EUR nach 20,4 Mio. EUR im 1. Quartal 2018) ergab sich für die AMAG-Gruppe ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 12,8 Mio. EUR, nach 18,6 Mio. EUR im 1. Quartal 2018. Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im 1. Quartal 2019 auf 7,6 Mio. EUR (1. Quartal 2018: 12,9 Mio. EUR).

 

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde in den ersten drei Monaten 2019 von der Ergebnisentwicklung und der Aluminiumpreisentwicklung beeinflusst. Deshalb reduzierte er sich im Quartalsvergleich von 14,0 auf 7,8 Mio. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -21,9 Mio. EUR im Vergleich zum 1. Quartal 2018 nahezu unverändert.   

 

Die AMAG ist mit ihrer Bilanz- und Finanzierungsstruktur solide aufgestellt. Die Eigenkapitalquote blieb im Vergleich zum 31. Dezember 2018 mit 39,8 % unverändert, der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) stieg aufgrund eines höheren Working Capitals von 50,1 % per Jahresultimo 2018 auf 52,8 % moderat an.

 

Ausblick 2019:

Das Marktforschungsinstitut CRU erwartet für 2019 ein Wachstum bei der weltweiten Nachfrage nach Primäraluminium von rund 2 %. Die Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten soll 2019 um 3 % ansteigen.

 

Erfahrungsgemäß können die Preise für Aluminium und Tonerde im Jahresverlauf hohe Volatilitäten aufweisen. Zusätzliche Prognoseunsicherheiten bestehen zudem in Zusammenhang mit der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, den Handelskonflikten und der Absatzentwicklung der Kunden insbesondere in der Transportindustrie.

 

Eine Ergebnisprognose ist aufgrund der geschilderten Unsicherheiten nur in Form einer großen Bandbreite möglich. Nach aktueller Einschätzung dürfte das EBITDA im Geschäftsjahr 2019 im Bereich zwischen 125 und 155 Mio. EUR liegen.

 

AMAG-Kennzahlen: 

in Mio. EUR

Q1/2019

Q1/2018

Änderung

Absatz in Tonnen

111.600

101.000

10,5 %

davon externer Absatz in Tonnen

103.000

97.200

6,0 %

Umsatzerlöse

274,4

263,2

4,3 %

EBITDA

33,0

38,9

-15,2 %

EBIT

12,8

18,6

-31,2 %

Ergebnis nach Ertragsteuern

7,6

12,9

-40,6 %

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

7,8

14,0

-44,3%

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-21,9

-21,7

-0,9 %

Mitarbeiter1)

1.976

1.919

3,0 %

 

 

in Mio. EUR

31.03.2019

31.12.2018

Änderung

Eigenkapital

622,3

620,9

0,2 %

Eigenkapitalquote

39,8 %

39,8 %

-

Verschuldungsgrad (Gearing)

52,8 %

50,1 %

-

 

1) Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge. Enthält den 20-prozentigen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette.

 

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Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert.

 

 

 

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