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AMAG übernimmt Mehrheitsanteil an deutscher Aircraft Philipp Gruppe

09.09.2020

  • Übernahme eines 70 % Anteils an der Aircraft Philipp Gruppe (ACP) mit Sitz am Chiemsee
  • Weiterer Schritt in der Umsetzung der AMAG Spezialitätenstrategie
  • ACP ist Experte im Bereich der mechanischen Bearbeitung von Aluminium und Titan für die Luft- und Raumfahrt
  • Erweiterungsmöglichkeit des ACP-Leistungsspektrums in andere Industrien und Anwendungen
  • Ziel ist die Gestaltung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette durch Kombination der Vormaterialherstellung und des Recyclings bei AMAG mit der mechanischen Bearbeitung bei ACP
  • Abschluss der Transaktion im Spätherbst erwartet

 

 

Die AMAG Austria Metall AG übernimmt einen 70 % Anteil an der deutschen Aircraft Philipp Gruppe (ACP) mit Sitz in Übersee am Chiemsee. ACP hat 50 Jahre Erfahrung in der Herstellung von einbaufertigen Metallteilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Die Kernkompetenz liegt in der mechanischen Bearbeitung von Aluminium und Titan. Die Produktionsstandorte mit mehr als 200 Mitarbeitern befinden sich in Übersee am Chiemsee und Karlsruhe.

„Wir freuen uns, mit ACP ein erstklassiges Unternehmen in die AMAG Gruppe aufnehmen zu können. Sowohl AMAG als auch ACP sind etablierte Lieferanten für die Luftfahrtindustrie und somit in der Lage, die höchsten Anforderungen an Qualität und Liefertreue zu erfüllen“, so Gerald Mayer, CEO der AMAG Austria Metall AG.

Durch die Übernahme der Mehrheit an der ACP Gruppe verlängert die AMAG die Wertschöpfung in Richtung der mechanischen Bearbeitung (z.B. Fräsen und Bohren) und Herstellung von Spezialkomponenten aus Aluminium und Titan. In Kombination mit den ausgewiesenen Kompetenzen der AMAG in den Bereichen Walzen, Gießen und Recycling wird eine besonders nachhaltige Wertschöpfungskette dargestellt. Diese umfasst das ressourcenschonende Closed-Loop-Recycling1 von Plattenabschnitten sowie von im Fräsprozess anfallenden Spänen2, eine verbesserte Buy-to-Fly-Ratio3 und optimierte Logistik entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In Summe resultiert daraus ein deutlich verbesserter CO2-Fußabdruck.

Die AMAG ist ein innovativer Premiumlieferant von Aluminium-Flachprodukten mit besonders nachhaltig hergestelltem Vormaterial und Fokus auf Spezialitäten. Mit der Akquisition von ACP verlängern wir die Wertschöpfungskette der AMAG zum Nutzen unserer Kunden und bieten erstmalig neben gewalztem Halbzeug auch mechanisch bearbeitete Fertigprodukte an. Auf Basis einer stabilen Eigentümerstruktur soll das gemeinsame Leistungsangebot weiter ausgebaut und künftig auch anderen Industrien zugänglich gemacht werden“, so Gerald Mayer, CEO der AMAG Austria Metall AG.

Der Abschluss der Übernahme wird im Spätherbst erwartet. Die Aircraft Philipp Gruppe bleibt bestehen und wird als eigenes Unternehmen in der AMAG Gruppe geführt werden. Der bisherige Eigentümer Rolf Philipp bleibt mit 30 % am gemeinsamen Unternehmen beteiligt und widmet sich als Geschäftsführer der weiteren strategischen Entwicklung im Bereich Luftfahrt.

 

 


1   Closed-Loop-Recycling bedeutet geschlossene Materialkreisläufe und damit bestmögliche Ressourcennutzung.

  Bei der Herstellung von komplexen Metallteilen aus einem Stück wird bspw. beim Fräsen sehr viel Material entfernt. Die entstehenden Späne können rezykliert werden.

  Buy-to-Fly Ratio: Das Verhältnis gibt die Relation zwischen dem Gewicht des eingekauften Rohmaterials und dem Gewicht des Endteils wieder.

 

.pdf-Datei

 

 

Bild: Rolf Philipp, geschäftsführender Gesellschafter Aircraft Philipp Group (li) und Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender AMAG Austria Metall AG (re) mit dem künftigen Logo des gemeinsamen Unternehmens
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