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AMAG präsentiert Weg zur Klimaneutralität und nimmt Österreichs größte Aufdach-Photovoltaikanlage in Betrieb

16.09.2021

  • AMAG bekennt sich zu den Klimazielen Österreichs und zu einer klimaneutralen Produktion im Jahr 2040
  • Verstärktes Recycling, Energieeffizienz und der Ersatz fossiler Brennstoffe als Schlüssel zur Zielerreichung auf Unternehmensseite
  • Die Politik muss Rahmenbedingungen für eine stabile Versorgung mit grüner Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen rechtzeitig sicherstellen
  • Inbetriebnahme der größten Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs mit 55.000 m² Kollektorfläche ist weiterer Meilenstein am Weg zur Klimaneutralität der AMAG

 

Im Beisein von Eigentümervertretern, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer sowie von Gästen aus der Region präsentierte der AMAG-Vorstand am 15.09.2021 den Weg zur klimaneutralen Produktion im Jahr 2040. Als ein wesentlicher Meilenstein auf diesem Weg erfolgte im Zuge der Veranstaltung die Inbetriebnahme der größten Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs.

 

AMAG-Strategie zur Klimaneutralität

 

Die AMAG-Strategie setzt seit vielen Jahren auf Spezialprodukte und Nachhaltigkeit auf der Basis von Innovation. Für die nächsten 20 Jahre wurde auf dieser Grundlage nun ein Maßnahmenplan aufgestellt, der mit umfangreichen F&E Aktivitäten und Investitionen in Anlagen und Infrastruktur den Weg zur klimaneutralen Produktion bis 2040 beschreibt. Die Kernthemen dabei sind Kreislaufwirtschaft und Recycling, Energieeffizienz und der Ersatz fossiler Energieträger.

 

Recycling

 

Der Standort Ranshofen ist seit vielen Jahren weltweit führend im Recycling von Aluminium. Aluminiumschrott ist mit 75-80 % Anteil der wichtigste Rohstoff. Die Recycling-Aktivitäten sollen entsprechend ausgeweitet werden und den Wachstumskurs am Standort begleiten. Damit wird auch ein wertvoller Beitrag zur Umsetzung des Green Deal der EU mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft geleistet.

 

Energieeffizienz

 

Durch umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz konnten die gesetzlichen Anforderungen in diesem Bereich deutlich übererfüllt werden. Seit 2014 wurden rund 30 GWh Energie pro Jahr eingespart. Ausgehend von einem bereits sehr fortgeschrittenen Niveau werden künftig weitere Energiesparmaßnahmen gesetzt.

 

Substitution fossiler Energieträger

 

Mit einem jährlichen Gesamtenergiebedarf von 750 GWh ist die AMAG ein großer Energieverbraucher. Zwei Drittel dieses Energiebedarfs werden heute noch aus fossilen Brennstoffen (Gas) gedeckt, ein Drittel mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Zur klimaneutralen Produktion werden die fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt.


Weg zur Klimaneutralität der AMAG ist definiert – Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen sicherzustellen

 

Erste Vorstudien zeigen die technische Machbarkeit der Umstellung auf die klimaneutrale Produktion in der AMAG bis 2040. Jedoch sind umfangreiche Vorbereitungen und zahlreiche Forschungsprojekte in den kommenden Jahren erforderlich, ehe mit der Umsetzung und der Investition in Anlagen und Infrastruktur in Ranshofen begonnen werden kann.

Die Politik ist im Gegenzug gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen für diese industriepolitische Weichenstellung zu schaffen, um Österreichs Klimaziele erreichbar zu machen. Dazu gehört die rechtzeitige Versorgung mit grüner Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen.

 

„Da wir seit vielen Jahren konsequent und erfolgreich an unserem Nachhaltigkeitsprogramm arbeiten, sind wir überzeugt, die Umstellung zu einer klimaneutralen Produktion im vorgegebenen Zeitraum bis 2040 bewältigen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist jedoch die Verfügbarkeit von grüner Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen und eine leistungsfähige Infrastruktur.“, so Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG.


AMAG nimmt größte Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs in Betrieb

 

Nach nur fünf Monaten Bauzeit wurde die Anlage am 15.09.2021 offiziell in Betrieb genommen. Mit 55.000 m² Kollektorfläche wird diese Anlage auf den Dächern des neuen Walzwerks jährlich 6,7 GWh Strom erzeugen. Ergänzt wird diese Dachanlage durch bodennahe Solarfelder. Die Kapazität der Anlage würde ausreichen, um rund 1.800 Haushalte mit elektrischem Strom zu versorgen. Der erzeugte Strom wird aber ausschließlich in der AMAG genutzt und ergänzt den ohnehin seit einigen Jahren schon zu 100 % aus erneuerbaren Quellen bestehenden Strommix.

 

„Mit unserem neuen Sonnenkraftwerk gehen wir einen weiteren Schritt am Weg zur Dekarbonisierung unseres Standorts und damit zur Klimaneutralität, welche wir bis 2040 erreichen wollen. Wir danken allen Projektbeteiligten für den Einsatz in den letzten Monaten und die pünktliche Fertigstellung, trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen“, so Gerald Mayer, Vorstandvorsitzender der AMAG Austria Metall AG.

 

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer würdigte im Rahmen der Veranstaltung die Leistungen der österreichischen Industrie im Spannungsfeld zwischen internationalem Wettbewerb und den steigenden Anforderungen an die Umweltleistungen und verwies auf die „OÖ Photovoltaikstrategie 2030“, mit der eine Verzehnfachung der solaren Stromerzeugung im Bundesland angestrebt wird.

 

„In kaum einem Land der Welt produziert die Industrie so sauber wie in Oberösterreich. Die AMAG setzt mit ihren Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit und insbesondere mit dem einzigartigen Sonnenstrom-Projekt ein weiteres starkes Zeichen, dass Oberösterreich Klimavorreiter ist. Und zwar durch neue Technologien und Innovationsgeist – und nicht durch Steuern und Verbote. Auch sind die Vorhaben von AMAG ein klares Bekenntnis zum Standort, was gerade in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je ist“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

 

Der Photovoltaikexperte CCE – Clean Capital Energy aus Garsten bei Steyr hat das herausfordernde Projekt als führende Gesellschaft in nur fünf Monaten Bauzeit plangemäß fertiggestellt. Mit über 16.000 Solarpaneelen auf einer Fläche, die etwa acht Fußballfeldern entspricht, setzt diese Anlage einen neuen landesweiten Rekord. CCE wird die Anlage in den nächsten 25 Jahren betreiben und in einem Contracting-Modell die AMAG mit Strom von den eigenen Dächern versorgen.

 

„Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung, Realisierung und Betriebsführung von Photovoltaiksystemen konnten wir gemeinsam mit unserem Kunden AMAG dieses einzigartige Projekt in Ranshofen in hervorragender Zusammenarbeit plangemäß realisieren“, würdigte CCE Geschäftsführer Stefan Lindtner die Leistungen der Beteiligten.

 

 

 

Bild 1: Präsentation der größten Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs. (v.l.n.r) Stefan Lindtner, CCE Geschäftsführer, Helmut Kaufmann, AMAG Technikvorstand, Herbert Ortner, AMAG Aufsichtsrat Vorsitzender, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Gerald Mayer, AMAG Vorstandsvorsitzender, Victor Breguncci, AMAG Vertriebsvorstand
Bild 2: Das neue AMAG Walzwerk mit der größten Aufdach-Photovoltaikanlage Österreich.
Bild 3: Mit einer Fläche von 55.000 m² (entspricht acht Fußballfeldern) ist die AMAG Photovoltaikanlage die größte Aufdachanlage Österreichs.
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