Rohstoffe

 

Die Aktivitäten der AMAG in Ranshofen zum Thema Rohstoffe umfassen:

  • den Einkauf von Primäraluminium, Walzbarren und primärnahen Schrotten im Segment Metall
  • den Einkauf von Aluminiumschrott und Legiermetallen, das Rezyklieren von Aluminiumschrott sowie die Herstellung von Recycling-Gusslegierungen und Walzbarren im Segment Gießen

Beim Einkauf von Rohstoffen hat sich die AMAG zu einem verantwortungsvollen Beschaffungsmanagement (engl. "Responsible Sourcing") verpflichtet. Der "Responsible Sourcing"-Prozess wird für alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister (darunter fallen Schrott-, Primärmetall-, Walzbarren-, Legiermetalllieferanten sowie Energielieferanten und -dienstleister) der AMAG durchgeführt. Die Basis für die Lieferantenanforderungen bildet das Dokument „Compliance Regeln für AMAG Lieferanten“. Alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister haben die "Compliance-Regeln für AMAG Lieferanten", die Umwelt-, Corporate-Governance- und Sozialkriterien beinhalten, zur Kenntnis zu nehmen und einzuhalten. Sie sind in die allgemeinen Einkaufsbedingungen integriert. Der Prozess schließt eine Bewertung und Risikoevaluierung im Abstand von ein bis drei Jahren mit ein, um Verletzungen der Compliance Regeln entlang der Lieferkette vorzubeugen bzw. entgegen zu wirken. Dazu wird eine schriftliche Zustimmung eingefordert.

 

 

 

 

 

 

Im Berichtszeitraum wurden in Summe 165.100 Tonnen Aluminiumschrott in unterschiedlichen Formen von externen Dritten bezogen. Beim externen Zukauf von Rohstoffen spielt der Wertstoff Aluminiumschrott mit einem Anteil von 57 % eine dominante Rolle.

Die AMAG ist Gründungsmitglied der Aluminium Stewardship Initiative (ASI), die im Jahr 2012 ins Leben gerufen wurde. Sie ist ein Zusammenschluss verschiedener Stakeholder der Aluminiumindustrie mit dem Ziel, die Produktion von Aluminium möglichst nachhaltig zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde ein unabhängiges, objektives Zertifizierungssystem entwickelt, das alle Schritte von der Rohmaterialgewinnung, über die Produktion und Verwendung bis zum Recycling von Aluminium betrachtet.

Im Jahr 2018 hat sich die AMAG als erster integrierter Recycling-, Gusslegierungs- und Walzwerksstandort erfolgreich der Zertifizierung nach dem Performance Standard unterzogen.

Zwei Standards bilden den Kern des ASI Zertifizierungsprogramms: Der „ASI Performance Standard“ (Zertifizierung von Standorten bzw. Tätigkeiten) und der „Chain of Custody Standard“ (Produktketten-zertifizierung). Zur Erreichung und Aufrechterhaltung der Zertifizierung finden Audits durch dafür befugte, externe Auditoren statt.

Nachhaltigkeit und Innovation sind auch für den künftigen Erfolg von entscheidender Bedeutung, sodass die im September 2020 erfolgte ASI Chain of Custody Zertifizierung (kurz: ASI CoC Zertifizierung) ein weiterer logischer Schritt in diese Richtung ist.

Der ASI CoC Standard (engl. für "Produktkette") legt Anforderungen für die Schaffung einer verantwortungsvollen Lieferkette für Aluminium fest. Dabei werden alle Schritte der Wertschöpfung - von der Herstellung aus Bauxit bzw. Sekundäraluminium über die Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt - abgedeckt.

Die Zertifizierung bestätigt, dass das von der AMAG eingesetzte Primär- und Sekundäraluminium sowie die internen Prozesse den Nachhaltigkeitsanforderungen des Standards entsprechen und erlaubt der AMAG, Guss- und Walzprodukte nun auch als ASI-zertifiziertes Aluminium anbieten zu können. ASI-zertifiziertes Primäraluminium oder Walzbarren werden von der AMAG von ihren Vorlieferanten zertifiziert zugekauft. Dabei gilt, dass von der Bauxitmine über die Raffiniere bis hin zur Elektrolyse und der Gießerei alle Schritte den strengen ASI-Kriterien unterliegen. Sie bietet damit eine unabhängige Garantie für die verantwortungsvolle Produktion und Beschaffung von Aluminium.

 

Rückfragen zur Zertifizierung nach den ASI Standards und den ASI-zertifizierten Produkten richten Sie bitte an asimail displayamagmail displayat

 

 

Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) nach.

Sie fasst die für AMAG wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen.

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