Der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen entlang der Wertschöpfungskette ist integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik. Das bedeutet für die AMAG die Erhöhung der Ressourceneffizienz und den Erhalt von nicht erneuerbaren Ressourcen für künftige Generationen.

Recycling

AMAG ist ein Spezialist im Recycling von Aluminium.

Aluminiumschrotte zählen zu den wirtschaftlich wertvollsten Sekundärrohstoffen. Vor allem der geringe Energiebedarf, welcher in Abhängigkeit von den eingesetzten Schrotten nur 5 - 10 % im Vergleich zur primären Erzeugung beträgt, beweist die Nachhaltigkeit bei der Wiederverwertung von Aluminium.

Der wichtigste am Standort Ranshofen eingesetzte Rohstoff ist Aluminiumschrott.

Die Recyclingeffizienz hängt dabei stark von der Qualität des Schrotts und der Schrottaufbereitungskompetenz ab. So ist der außergewöhnlich hohe Recycling-Anteil in Kombination mit dem breiten Spektrum an verarbeiteten Schrottsorten nur durch eine umfangreiche Kenntnis des Materials, darauf abgestimmte Produktionsprozesse und die langjährige Recycling-Kompetenz der Mitarbeiter möglich. Um einen optimalen Schrotteinsatz zu gewährleisten, wurden deshalb beachtliche Investitionen in Bezug auf Anlagentechnik, Ofentechnologie, Reststoffmanagement und Schrottaufbereitung getätigt.

Zentrale Maßnahmen sind:

  • Ausweitung der Recyclingkapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Schrottsortierung
  • Ausweitung der Closed-Loop-Beziehungen mit Kunden
  • Ausweitung der Lieferantenbasis in Europa

Im Jahr 2019 belief sich der Schrotteinsatz (Zukauf inkl. Kreislaufschrott aus der eigenen Produktion) auf rund 364.600 Tonnen (2018: 366.300 Tonnen). Das entspricht einer Schrotteinsatzrate von 79 %. Diese setzt sich aus dem Einkauf externer Schrotte und dem internen Kreislaufschrott zusammen.

Rohstoffe

Beim Einkauf von Rohstoffen hat sich die AMAG zu einem verantwortungsvollen Beschaffungsmanagement (engl. „Responsible Sourcing“) verpflichtet. Der „Responsible Sourcing“-Prozess wird für alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister (darunter fallen Schrott-, Primärmetall-, Walzbarren-, Legiermetalllieferanten sowie Energielieferanten und -dienstleister) der AMAG durchgeführt.

Die Basis für die Lieferantenanforderungen bildet das Dokument „Compliance Regeln für AMAG Lieferanten“. Alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister haben die „Compliance-Regeln für AMAG Lieferanten“, die Umwelt-, Corporate-Governance und Sozialkriterien beinhalten, zur Kenntnis zu nehmen und einzuhalten. Sie sind in die allgemeinen Einkaufsbedingungen integriert.

Beim externen Zukauf von Rohstoffen spielt der Wertstoff Aluminiumschrott mit einem Anteil von 58 % eine dominante Rolle.

Die AMAG ist Gründungsmitglied der Aluminium Stewardship Initiative (ASI), die im Jahr 2012 ins Leben gerufen wurde. Sie ist ein Zusammenschluss verschiedener Stakeholder der Aluminiumindustrie mit dem Ziel, die Produktion von Aluminium möglichst nachhaltig zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde ein unabhängiges, objektives Zertifizierungssystem entwickelt, das alle Schritte von der Rohmaterialgewinnung, über die Produktion und Verwendung bis zum Recycling von Aluminium betrachtet.

Im Jahr 2018 hat sich die AMAG als erster integrierter Recycling-, Gusslegierungs- und Walzwerksstandort erfolgreich der Zertifizierung nach dem Performance Standard unterzogen. Dieser Weg wird nun mit den Vorbereitungen zur Zertifizierung nachdem Chain of Custody Standard weiter fortgesetzt.

Zwei Standards bilden den Kern des ASI Zertifizierungsprogramms: Der „ASI Performance Standard“ (Zertifizierung von Standorten bzw. Tätigkeiten) und der „Chain of Custody Standard“ (Produktketten-zertifizierung). Zur Erreichung und Aufrechterhaltung der Zertifizierung finden Audits durch dafür befugte, externe Auditoren statt.

Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) nach.

Sie fasst die für AMAG wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen.

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