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Wasser

Am Hauptsitz Ranshofen wird die Wasserversorgung zur Förderung von Grundwasser über zwei Nutzwasser- und einen Trinkwasserbrunnen sichergestellt. Die Ermittlung der geförderten Mengen erfolgt über Messungen direkt an der Entnahmestelle.

Ein Großteil des betrieblichen Nutzwassers wird zum Kühlen im Zuge der Gieß-, Walz- und Wärmebehandlungsprozesse verwendet. Die Nutzwasserentnahme erfolgt auf Basis eines Entnahmekonsenses. Die Nutzwasserentnahme bezieht sich auf jenen Teil der Nutzwasserförderung, der in der AMAG verwendet wird. Nutzwasser, das von anderen Firmen am Standort verbraucht wird, ist dabei nicht inkludiert.

Die Kühl- und Abschreckwässer werden in den bestehenden Kühl- und Regenwasserkanal und über diesen – ebenfalls im Rahmen eines bestehenden Ableitungskonsenses – in den Inn eingeleitet.

Regenwasser wird zum Großteil am Grundstück der AMAG versickert oder über den Regenwasserkanal direkt in den Inn eingeleitet, häusliches Schmutzwasser wird der Kläranlage Braunau zugeführt.

Die Entnahme von Grundwasser wird durch ein umfangreiches Monitoring begleitet, dazu gehören auch Messungen des Grundwasserstandes.

Die gesamte Nutzwasserentnahme für die AMAG betrug 2019 3.656.000 m3 (2018: 3.564.000 m3). Zum Mehrjahresvergleich wurde die gesamte Nutzwasserentnahme im Jahr 2007 im Balkendiagramm ergänzt. Die spezifische Nutzwasserentnahme belief sich im Jahr 2019 auf 5,7 m3/t (2018: 5,6 m3/t). Die Trinkwasserentnahme betrug 99.400 m3.

Seit Jahren werden Maßnahmen im Zuge eines nachhaltigen Regenwassermanagements umgesetzt. Dazu wurden am Werksgelände zahlreiche Sickerbecken und Sickermulden für Niederschlagswässer errichtet. Die Gesamtfläche der realisierten bzw. geplanten Versickerungsmöglichkeiten beträgt rund 4 Hektar. Über diese Sickerflächen werden rund 128 Hektar an Dach- und weiteren Flächen entwässert. Die Errichtung von Niederschlagswasserversickerungsbecken reduziert nachhaltig die Menge an Regenwasser, die zuvor über einen Sammelkanal in den Inn abgeleitet wurde. Dadurch wird eine große Menge Regenwasser von diversen Dach- und Freiflächen am Werksgelände kontrolliert gereinigt und vor Ort versickert. Die Versickerung von Niederschlagswässern kommt dabei dem natürlichen Wasserkreislauf sehr nahe.  Durch das Passieren der Sickerbecken und -mulden wird das Wasser durch einen eigens angelegten Bodenfilter gereinigt. Die so gereinigten Niederschlagswässer werden dem Grundwasserkörper direkt am Werksgelände zugeführt.

Die Versickerungsanlagen sind als Bodenfilter- oder Rasenmulden gestaltet. Die Errichtung von Versickerungsmöglichkeiten trägt positiv zur Neubildung von Grundwasser und zum Schutz vor Überflutungen bei. AMAG wurde 2020 für das nachhaltige Regenwassermanagement für den Energy Globe Award OÖ nominiert.