GRI-Inhaltsindex

Die nichtfinanzielle Erklärung wurde in Übereinstimmung mit den GRI Standards: Option „Kern“erstellt, um ein hohes Maß an Transparenz gegenüber den Stakeholdern und Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu gewährleisten.

 

 

GRI 102: ALLGEMEINE ANGABEN

GRI-StandardAngabe
102-1

Name der Organisation

AMAG Austria Metall AG

102-2

Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen

Die AMAG Austria Metall AG führt als Konzernholding das Geschäft über die vier Segmente Metall, Gießen, Walzen und Service.

102-3

Ort des Hauptsitzes

Der Hauptsitz der AMAG befindet sich in Ranshofen, Oberösterreich. Dort erfolgt die Produktion von hochwertigen Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukten.

102-4

Betriebsstätten

Darüber hinaus besitzt die AMAG eine 20 %-Beteiligung an der Elektrolyse Alouette in Kanada, der größten Elektrolyse in Nord- und Südamerika.

102-5

Eigentum und Rechtsform

Die AMAG Austria Metall AG ist seit 8. April 2011 eine an der Wiener Börse gelistete Aktiengesellschaft (Börsenkürzel: AMAG).

102-6

Bediente Märkte

Der Hauptsitz der AMAG befindet sich in Ranshofen, Oberösterreich. Dort werden zum einen Recycling-Gusslegierungen hergestellt. Diese werden an die weiterverarbeitende Industrie in Form von Masseln und Sows, aber auch in Form von Flüssigaluminium geliefert und insbesondere für den Formguss eingesetzt. Zum anderen werden in Ranshofen hochqualitative Aluminiumwalzprodukte in Form von Blechen, Bändern und Platten hergestellt. Das breite Produktportfolio umfasst hochfeste Werkstoffe, Trittbleche, Glanzprodukte, lotplattierte Bleche, Folienvorwalzbänder für die Verpackungsindustrie, Präzisionsplatten sowie Kathodenbleche. Diese Produkte kommen in vielen unterschiedlichen Industrien zum Einsatz, wie zum Beispiel in der Luftfahrt-, Automobil-, Verpackungs-, Bau- und Maschinenbauindustrie.

102-7

Größenordnung der Organisation

Wesentliche Finanzdaten stehen im Magazin zum Geschäftsbericht 2020 zur Verfügung.

102-8

Information über Angestellte und andere Mitarbeiter

Der Personalstand in Ranshofen sank im Jahr 2020 um 3 % auf 1.843 Mitarbeiter (Stichtag/Köpfe), im Vergleichszeitraum 2019 waren es 1.901 Mitarbeiter.
102-9

Lieferkette

Die AMAG deckt mit ihrer Geschäftstätigkeit die Bereiche Primäraluminium, Recycling-Gusslegierungen und Walzprodukte mit klaren Stärken in Bezug auf Nachhaltigkeit ab. Die Wertschöpfungskette der AMAG beginnt mit der Erzeugung von Primäraluminium in der kanadischen Elektrolyse Alouette in Sept-Îles, Québec, an der die AMAG eine Beteiligung von 20 % hält. Die weiteren Eigentümer sind Norsk Hydro mit 20 %, Rio Tinto mit 40 % und Albecour/Marubeni mit 20 %. Die Elektrolyse produziert Primäraluminium in Form von Low-Profile Sows und ist einer der Vormateriallieferanten für die AMAG in Ranshofen. Die Produktion erfolgt durch den effizienten Einsatz von elektrischer Energie aus Wasserkraft und damit mit vorbildlicher Umweltbilanz vor allem hinsichtlich CO2-Emissionen. Die Tonerdeversorgung der Alouette wird durch die Eigentümer sichergestellt. Die AMAG deckt ihren Rohstoffbedarf bei großen Minenkonzernen und Rohstoffhändlern.

102-10

Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette

Die AMAG Austria Metall AG übernahm 2020 einen 70 %-Anteil an Aircraft Philipp (ACP). Durch die Mehrheitsübernahme verlängert die AMAG die Wertschöpfung in Richtung der mechanischen Bearbeitung (z.B. Fräsen) und Herstellung von Spezialkomponenten aus Aluminium und Titan. Die AMAG bietet damit erstmalig neben gewalztem Halbzeug auch mechanisch bearbeitete Fertigprodukte an.

102-11

Vorsorgeprinzip oder Vorsichtsmaßnahmen

Um Belastungen für Mensch und Umwelt bestmöglich zu vermeiden, werden Gefahren für Mensch und Umwelt frühzeitig und vorausschauend behandelt. Dazu verfügt die AMAG über zertifizierte Managementsysteme mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit, Qualität, Umwelt und Energieeffizienz sowie ein umfassendes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem. Aktives Risikomanagement wirkt Risiken der Geschäftstätigkeit entgegen. Dazu zählen operative, Personal- und Geschäftsrisiken sowie ökologische und soziale Risiken. Auf Basis der durch den Vorstand verabschiedeten Risikostrategie wird die aktuelle Risikosituation jährlich erhoben sowie ein Katalog an risikominimierenden Maßnahmen und Überwachungsaufgaben definiert.

102-12

Externe Initiativen

Die AMAG bekennt sich zu den Grundsätzen und Prinzipien des Österreichischen Corporate Governance Kodex und damit zu einer verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle.

102-13

Mitgliedschaft in Verbänden

Die AMAG war im Jahr 2020 Mitglied in nachstehenden Verbänden und Interessensvertretungen:

  • AAI Austrian Aeronautic Ind.- Verband der österreichischen Luftfahrtzulieferindustrie
  • ASI – Aluminium Stewardship Initiative, eine Initiative zur Schaffung eines nachhaltigen Standards für die Aluminium-Wertschöpfungskette – von der verantwortungsbewussten Unternehmensführung über die Erfüllung von Umweltstandards bis hin zu sozialen Standards
  • ASMET – The Austrian Society for Metallurgy and Materials
  • Automobil Cluster - Branchenübergreifendes Netzwerk zur Unterstützung von Unternehmen des automotiven Sektors
  • BDLI – Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie
  • BIR – Bureau of International Recycling
  • Christian Doppler Forschungsgemeinschaft
  • C.I.R.A. – Cercle Investor Relations Austria
  • EA - European Aluminium
  • GDA – Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie
  • GDMB – Gesellschaft für Bergbau, Metallurgie, Rohstoff- & Umwelttechnik
  • ÖGfZP Österreichische Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung
  • Österreichische Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer
  • ÖVFA - Österreichische Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management
  • respACT – austrian business council for sustainable development
  • VDM – Verband deutscher Metallhändler
  • VNL – Verein Netzwerk Logistik
  • WGM – Wirtschaftsverband Großhandel Metallhalbzeug

 

GRI-StandardAngabe
102-14

Aussagen der Führungskräfte

Die AMAG verfolgt seit über 10 Jahren eine Spezialitätenstrategie und versteht sich als Premiumhersteller mit Fokus auf Innovationen und Nachhaltigkeit. Höchste Standards in den Bereichen Qualität, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Energieeffizienz sowie Informationssicherheit bei allen Prozessen sind wesentliche Eckpfeiler der Strategie des profitablen Wachstums. Als Basis dienen die Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und weiterer Stakeholder sowie rechtliche Verpflichtungen.
Nachhaltigkeit ist seit langem ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsstrategie. Deshalb werden auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie speziell in der Aluminiumbranche die Aluminium Stewardship Initiative (ASI) unterstützt. 2019 beschäftigte sich die AMAG im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses intensiv mit zukünftigen Produkten. Im Zuge dessen wurde beschlossen, die AMAG konsequent als Premiumlieferant mit einem hohen Anteil an nachhaltigen Spezialprodukten weiterzuentwickeln.

Eine hervorragende Basis dafür bilden die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen, durch die die AMAG über den modernsten integrierten Walzwerksstandort der westlichen Welt verfügt. Mit dem strategischen Schwerpunkt im Bereich Recycling wird ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von Emissionen geleistet. Hier werden die Aktivitäten laufend verstärkt und die Führungsrolle weiter ausgebaut. Gerade die zunehmende Nachfrage nach CO2 optimierten Produkten und Prozessen unterstützt diesen Ansatz. Beim Recycling von Aluminium im Vergleich zur Primärroute werden bis zu 95 % an Energie pro erzeugter Tonne Aluminium eingespart. Kunden werden durch zusätzliche Wertschöpfungsschritte in Ranshofen, gepaart mit Closed-Loop Konzepten zur effizienten Nutzung von anfallenden Aluminiumschrotten mit CO2-optimierten Supply-Chain-Lösungen unterstützt. Die Agenda für die nächsten Jahre ist klar: die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Pandemie und der Klimakrise erfolgreich zu meistern. Mit dem Ausbau in Ranshofen wurde langfristig der Grundstein für die Erfüllung steigender Kundenanforderungen gelegt. Die Innovationskraft und die klare strategische Ausrichtung auf Spezialprodukte sowie die ausgewiesene Führungsposition im Recycling leisten aktiv einen Beitrag zu diesen zentralen Herausforderungen.
Ein weiteres Differenzierungsmerkmal der AMAG ist die Produktvielfalt, die an einem Standort erzeugt wird. Mit den AMAG-Spezialprodukten wird eine Vielzahl von Kunden in unterschiedlichsten Märkten bedient und die Erfahrungen aus einer Produktgruppe können bei anderen Produktgruppen hilfreich sein.

Im Jahr 2020 hat sich die AMAG erfolgreich nach dem ASI Chain of Custody Standard (CoC) zertifiziert. Die Zertifizierung bildet die Basis für den Vertrieb von sogenanntem „ASI Aluminium“. Aluminium, das als ASI Aluminium verkauft werden darf, gewährleistet eine umweltschonende und sozialverträgliche Produktion und Verarbeitung in der gesamten Prozesskette vom Abbau des Rohstoffes bis zum hochwertigen Endprodukt. ASI-zertifiziertes Aluminium bietet AMAG-Kunden damit die Chance, verantwortungsvolle Lieferketten von Aluminium und damit das Recycling von Schrotten, Closed-Loop-Konzepte und die nachhaltige Herstellung von Aluminium zu unterstützen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kapazitätsausbauprogramms (Projekt „AMAG 2020“) wurde der Fokus auf die selektive Verlängerung der Wertschöpfungskette zur weiteren Stärkung der Spezialitätenstrategie gelegt. Ein besonderes Highlight des Jahres 2020 stellte für die AMAG die Ende Oktober 2020 abgeschlossene Übernahme eines 70 %-Anteils an Aircraft Philipp (ACP) dar. Damit wird die Wertschöpfung erhöht, Materialkreisläufe geschlossen und der CO2-Fußabdruck verbessert, indem der bei der Bearbeitung anfallende Schrott wieder sortenrein rezykliert wird. Aircraft Philipp fügt sich somit in die Strategie der Spezialisierung und Nachhaltigkeit ein. Zusammengefasst arbeitet die AMAG an der Entwicklung von Spezialprodukten, die auch der Zielsetzung eines hohen Recyclinganteils genügen und Kunden bei ihren Ansätzen zur Reduktion von Treibhausgasen unterstützen. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es das klar formulierte Ziel der AMAG, weiter profitabel zu wachsen.

GRI-StandardAngabe
102-16

Werte, Richtlinien, Standards und Verhaltensnormen

Der AMAG-Verhaltenskodex ergänzt die Richtlinien. Er regelt den Umgang mit Geschäftspartnern, Aktionären und Mitarbeitern und bildet die Grundlage des täglichen Handelns. Der Verhaltenskodex ist gemeinsam mit den Compliance-Regeln für Lieferanten auf der Unternehmens-Homepage zu finden. Die Compliance-Regeln werden an alle Lieferanten aktiv kommuniziert und sind in die allgemeinen Einkaufsbedingungen integriert. Von den Lieferanten der AMAG wird die Einhaltung dieser Grundsätze erwartet.

GRI-StandardAngabe
102-18

Führungsstruktur

Nachhaltigkeit wird auf Vorstandsebene verantwortet und mit klar definierten Verantwortungsbereichen in die Managementstruktur übergeführt. Als oberstes Kontrollorgan nimmt der Aufsichtsrat seine Aufgaben hinsichtlich der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung des Unternehmens wahr. Der Fachbereich Managementsysteme mit den Abteilungen Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Energie-, Umwelt- und  Risikomanagement, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Nachhaltigkeit koordiniert das Nachhaltigkeitsmanagement. Dessen Leiter informiert den Vorstand und die Geschäftsführungen regelmäßig über nachhaltigkeitsrelevante Themen. Für die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms sind die jeweiligen Fachbereichsleiter verantwortlich. Im Berichtsjahr wurden die Aufbau- und die Ablauforganisation des Nachhaltigkeitsmanagements präzisiert und im Oktober 2020 ein internes Nachhaltigkeitsgremium einberufen, das künftig jährlich tagt. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsgremiums werden die Maßnahmen aus dem AMAG-Nachhaltigkeitsprogramm auf ihren Zielerreichungsgrad geprüft und entsprechend angepasst, sowie neue Potenziale ermittelt. Die von den jeweiligen Fachbereichsleitern getroffenen Maßnahmen und Ziele bilden die Grundlage für Entscheidungsvorlagen an den Vorstand.

GRI-StandardAngabe
102-40

Liste der Stakeholder-Gruppen

Die Stakeholder sind in die fünf folgenden Gruppen zusammengefasst:

  • Aktionäre und Investoren
  • Geschäftspartner
  • Mitarbeiter
  • Öffentlichkeit
  • Staatliche Organe
102-41

Tarifverhandlungen

Der Anteil der Mitarbeiter, für die Tarifverhandlungen gelten, beträgt 99 % (davon nicht betroffen sind die jeweiligen Geschäftsführer und der Gesamtvorstand).

102-42

Bestimmen und Auswählen von Stakeholdern

Als global agierendes, zukunftsorientiertes Industrieunternehmen ist die AMAG gefordert, Themen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu erkennen, entsprechende Ziele zu setzen und Maßnahmen zu ergreifen.

Der Austausch mit Stakeholdern spielt dabei eine zentrale Rolle zur Identifikation von relevanten Themen. Wichtige Stakeholder sind für die AMAG Gruppen, Institutionen oder Personen, zu denen das Unternehmen durch Geschäftsaktivitäten direkt oder indirekt in einer Beziehung steht und die damit Interesse am Handeln der AMAG haben. Mit allen Gruppen steht die AMAG im Dialog und bietet unterschiedliche Formate des Austausches an.

Als Unternehmen agiert die AMAG immer wieder in einem Spannungsfeld vielfältiger und unterschiedlicher Stakeholdererwartungen. Daher ist es der AMAG zum einen daran gelegen, einen offenen und konstruktiven Austausch zu führen und damit das gegenseitige Verständnis und Vertrauen zu fördern. Zum anderen können nur im Dialog kontinuierlich Themen identifiziert werden, die aus Sicht der Anspruchsgruppen und im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung bedeutsam sind.

Die für die AMAG relevanten Stakeholdergruppen wurden durch eine interne Arbeitsgruppe festgelegt. Ein wesentliches Kriterium dabei war der (un-)mittelbare Bezug zur Unternehmensaktivität und ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen.

102-43

Ansatz für die Stakeholdereinbeziehung

Die Einbeziehung der Stakeholder erfolgt laufend. Neben der bisher jährlich durchgeführten Online-Stakeholder-Befragung über die Homepage werden verschiedenste Dialogformate genutzt. Dazu zählen Befragungen (über regelmäßige Kundenzufriedenheits-messungen, soziale Medien, Mitarbeiter-App), jährliche Zielerreichungsgespräche mit Mitarbeitern, persönliche Gespräche und Dialoge auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, die Mitarbeit in Gremien und Verbänden, themenbezogene Stakeholder-Veranstaltungen im Werk Ranshofen, die Teilnahme an Messen und Konferenzen sowie die Kommunikation über soziale Medien.

102-44

Schlüsselthemen und Anliegen

Bei wichtigen Themen werden bedeutende Stakeholder identifiziert, um mit ihnen kritische Fragen zu erörtern. Relevant sind dabei unter anderem die themenspezifische Expertise und die Bereitschaft zum konstruktiven Dialog. Die Geschäftsaktivitäten, wie der Werksausbau am Standort Ranshofen und damit einhergehende Umweltauswirkungen, werden von einzelnen Stakeholdergruppen immer wieder kritisch hinterfragt. Um ein gutes Verhältnis zum lokalen Umfeld zu wahren, wird auf Fragen der Öffentlichkeit eingegangen, indem das Unternehmen als Ansprechpartner bereitsteht.
Zum Thema Wald formierte sich eine Gruppe von Bürgern, die Bedenken hinsichtlich des generellen Schutzes des Waldes äußerte. Die geäußerten Bedenken betrafen Rodungen und Fällungen auf. AMAG-Grundstücken, die u.a. aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen in Hinblick auf das Eschentriebsterben sowie auf den Borkenkäferbefall mitunter auf behördliche Anordnung durchgeführt wurden.
Ebenso wurde von regionalen Stakeholdern die geplante Erweiterung des Industrieparks Braunau-Neukirchen und eine damit einhergehende Flächenumwidmung diskutiert. Weitere Themen, die regional Aufmerksamkeit fanden, waren die Grundwasserentnahme am Standort Ranshofen und Lärm, der von Anrainern wahrgenommen wurde. Die AMAG nimmt diese Einwände ernst und setzt dabei auf Dialog. So wurden im Zuge von Lärmbeschwerden der Anrainer Lärmmessungen durchgeführt. Die Auswertung der Messdaten ergab, dass das Unternehmen alle gesetzlichen Grenzwerte in der näheren Umgebung des Standortes in Ranshofen einhält. Für verbaute und geschädigte Waldflächen wurden in Abstimmung mit der Behörde Ersatzaufforstungen durchgeführt. Die Umweltverträglichkeitsprüfung zum Ausbau der Produktions- und Recyclingkapazitäten der Gießerei ist mit Stand November 2020 noch im Gange, die Bedenken im Rahmen des Verfahrens werden durch die entsprechenden Behörden geprüft. Von Seiten der AMAG werden auch diese Anliegen ernst genommen und der direkte Kontakt zu Stakeholdern aus der Region gesucht.

GRI-StandardAngabe
102-45

Entitäten, die in den Konzernabschlüssen erwähnt werden

Die Angaben der nichtfinanziellen Erklärung beziehen sich ausschließlich auf den Hauptsitz Ranshofen und damit den Produktionsstandort für hochwertige Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukte. Auf die ökologischen und sozialen Aspekte der 20%-Beteiligung an der Elektrolyse Alouette über die Aluminerie Alouette Inc. wird nicht näher im Detail eingegangen. In diesem Zusammenhang wird auf den „Sustainable Development Report“ der Alouette verwiesen. Ebenso werden aus Gründen der Wesentlichkeit die Vertriebsstandorte mit insgesamt 38 Mitarbeitern (siehe Unternehmensprofil im Lagebericht) sowie die sonstigen Beteiligungen aus der Betrachtung ausgeklammert.

102-46

Bestimmung von Berichtsinhalt und Themenabgrenzung

Die Angaben der nichtfinanziellen Erklärung beziehen sich auf den Hauptsitz Ranshofen und damit den Produktionsstandort für hochwertige Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukte. Die Berichtsgrenzen sind der Konsolidierungskreis. Aus Wesentlichkeitsgründen unterbleibt eine Miteinbeziehung der Vertriebsgesellschaften, weiters erfolgt keine Einbeziehung der quotenkonsolidierten Unternehmen (Alouette) und at-equity-konsolidierten Unternehmen (SSR). An der Alouette besteht ein ideeller Anteil von 20 % (gemeinschaftliche Tätigkeit aufgrund einer gemeinschaftlichen
Vereinbarung). In Hinblick auf Sozial- und Umweltaspekte wird auf den „Sustainable Development Report“ der Alouette verwiesen. Am 30.10.2020 wurde ein 70 %-Mehrheitsanteil an Aircraft Philipp (ACP) erworben. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgte mit 1.11.2020. Für die verbleibenden zwei Monate wurde ACP somit aufgrund des späten Transaktionsabschlusses sowie aus Wesentlichkeitsgründen
nicht in der nichtfinanziellen Erklärung 2020 berücksichtigt. Ab dem Berichtsjahr 2021 soll ACP in die nichtfinanzielle Erklärung integriert werden.
Eine Darstellung der Beteiligungsverhältnisse zum 31. Dezember 2020 sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist dem Kapitel D Konsolidierungsgrundsätze zu entnehmen.
102-47

Liste der wesentlichen Themen

Die wesentlichen Themen lauten:

  • Compliance
  • Innovation
  • Energie & Emissionen
  • Rohstoffe
  • Recycling
  • Kundenbeziehung und konsequente Kundenorientierung
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Menschenrechte & Verantwortung in der Lieferkette

Die im Berichtsjahr durchgeführte Online-Stakeholderbefragung sowie die laufende Stakeholdereinbindung ergab zudem, dass folgende ergänzende Nachhaltigkeitsthemen von Interesse sind:

  • Abfall
  • Wasser
  • Biodiversität
  • Beschäftigungsentwicklung
  • Aus- und Weiterbildung
  • Kundenbeziehung und konsequente Kundenorientierung
  • Stakeholdereinbindung
  • Chancengleichheit & Diversität
102-48

Neuformulierung der Informationen

Es gibt keine wesentliche Neudarstellung von Informationen.

102-49

Änderungen bei der Berichterstattung

Es gibt keine signifikante Änderung in der Liste der wesentlichen Themen.

102-50

Berichtszeitraum

Die nichtfinanzielle Erklärung bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2020 (01.01.-31.12.2020), die Vorjahreszahlen 2019 und 2018 werden zu Vergleichszwecken herangezogen.

102-51

Datum des aktuellsten Berichts

Die "Nichtfinanzielle Erklärung" als Teil des Lageberichts im Geschäftsbericht 2020 ist die aktuellste Berichtsfassung.

102-52

Berichtszyklus

Die "Nichtfinanzielle Erklärung" wird seit dem Berichtsjahr 2017 jährlich veröffentlicht.

102-53

Kontaktangaben bei Fragen zum Bericht

Für Fragen zum Inhalt des Berichts und für den Dialog in Bezug auf die AMAG und deren Nachhaltigkeitsmanagement stehen die Kommunikations- und Nachhaltigkeitsabteilung (E-Mail: sustainabilitymail displayamagmail displayat) gerne zur Verfügung.

102-54

Aussagen zu Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards

Die nichtfinanzielle Erklärung wurde in Übereinstimmung mit den GRI Standards: Option „Kern“ erstellt, um ein hohes Maß an Transparenz gegenüber den Stakeholdern und Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu gewährleisten.

102-55

GRI-Inhaltsindex

Die vorliegende Tabelle stellt zugleich den GRI-Inhaltsindex dar.

102-56

Externe Prüfung

Die in dieser Berichterstattung veröffentlichten Angaben wurden von unabhängiger dritter Stelle einer inhaltlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (limited Assurance) auf Basis von ISAE 3000 (Revised) durch Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. unterzogen.

GRI 103: MANAGEMENTANSATZ

GRI-StandardAngabe
GRI 103: MANAGEMENTANSATZ 2016
103-1

Erklärung der wesentlichen Themen und ihre Abgrenzungen

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2020 beschrieben.

103-2

Der Managementansatz und seine Komponenten

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2020 beschrieben.

103-3

Prüfung des Managementansatzes

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2020 beschrieben.

GRI 200/300/400: THEMENSPEZIFISCHE STANDARDS

GRI-StandardAngabe
GRI 201

WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNG

201-1

Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert

Siehe Geschäftsbericht S. 106 ff.

GRI 202
MARKTPRÄSENZ
202-2

Anteil der lokal angeworbenen Führungskräfte

Von der regionalen Aufteilung ist ein Großteil der Personalkapazitäten in Österreich angesiedelt. Rund 81 % der Mitarbeiter am Standort Ranshofen haben ihren Wohnsitz in Österreich, 19 % in Deutschland. Im oberen Management (darunter werden Personen in der 1. Führungsebene unter dem Vorstand und der Geschäftsführung verstanden) kommen rund 88 % der Führungskräfte aus Österreich.
GRI 204
BESCHAFFUNG
204-1

Anteil der Ausgaben für lokale Lieferanten

Im Geschäftsjahr 2020 wurden wesentliche Bestellungen im Wert von 93,6 Mio. EUR in Oberösterreich (2019: 82,6 Mio. EUR), davon 49,1 Mio. EUR in der Region Innviertel (2019: 51,3 Mio. EUR), vergeben. Durch den hohen Anteil an lokalen Vergaben sowie der Präsenz von Lieferantenpersonal am Standort (Nächtigung, Gastronomie, Handel) profitieren die Betriebe in der Region und im Bundesland Oberösterreich vom Wachstumskurs der AMAG.
GRI 206
WETTBEWERBSWIDRIGES VERHALTEN
206-1

Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung

Im Jahr 2020 wurden bei der AMAG keine Verfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Verstößen gegen das Kartell- und Monopolrecht gemeldet oder festgestellt. Es wurden 2020 zudem keine erheblichen Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich bezahlt.

GRI-StandardAngabe
GRI 301

MATERIALIEN

301-2

Eingesetzte rezyklierte Ausgangsstoffe

Im Berichtszeitraum wurden in Summe 165.100 Tonnen Aluminiumschrott in unterschiedlichen Formen von externen Dritten bezogen. Beim externen Zukauf von Rohstoffen spielt der Wertstoff Aluminiumschrott mit einem Anteil von 57 % eine dominante Rolle. Die AMAG hat 184 Lieferanten für Aluminiumschrott für ein weites Sortenspektrum. 21 Hauptlieferanten decken 50 % des gesamten Bedarfs ab. Darüber hinaus bestehen Verträge mit Kunden, die Walzwerkprodukte beziehen, zum Bezug von Produktionsabfall aus der Weiterverarbeitung oder Finalproduktion (Entfallstellen).

Das 2020 für den Standort Ranshofen benötigte Primäraluminium in Höhe von 75.100 Tonnen (2019: 87.700 Tonnen) wurde von Lieferanten, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen, bezogen. Der größte Teil davon wird am freien Markt zu den an der London Metal Exchange definierten Preisen eingekauft. Zudem besteht die Möglichkeit, Primäraluminium als Vormaterial direkt von der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG beteiligt ist, zu beziehen. Im Berichtsjahr 2020 wurde ein geringerer Bedarf an Primäraluminium infolge von COVID-19 verzeichnet. 0,6 % des für den Standort Ranshofen benötigten Primäraluminiums wurden von Alouette bezogen, der überwiegende Mengenanteil wurde in die USA verkauft. Neben den Walzbarren, die in der eigenen Gießerei produziert werden, werden auch niedrig legierte Walzbarren von Dritten bezogen. Der Zukauf von externen Walzbarren belief sich im Berichtsjahr 2020 auf 40.300 Tonnen (2019: 41.000 Tonnen). Auch Legiermetalle, die zur Erreichung der geforderten Materialeigenschaften notwendig sind, werden extern zugekauft. Die wichtigsten Legiermetalle sind Magnesium, Silizium, Mangan, Kupfer und Zink. Im Jahr 2020 machte der Zukauf von Legiermetallen 9.300 Tonnen (2019: 10.700 Tonnen) am Standort Ranshofen aus.

GRI 302ENERGIE
302-1

Energieverbrauch innerhalb der Organisation

Der Stromverbrauch der AMAG betrug 2020 214.500 MWh (2019: 246.200 MWh). Die jeweiligen Energiemengen berechnen sich aus den tatsächlich gemessenen Brennstoffmengen multipliziert mit den jeweiligen Umrechnungsfaktoren. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gesamtenergieverbrauch um 12 %. Der geringere Verbrauch im Berichtsjahr 2020 ergibt sich aus der geringeren Produktionsmenge gegenüber 2019. Der nachfragebedingte Rückgang der Produktionsmenge betrifft mehrere Produktbereiche und resultiert daher sowohl in der Gusslegierungsgießerei als auch in der Walzbarrengießerei und dem Walzwerk in einem geringen Gesamtenergieverbrauch.
302-3

Energieintensität

Der spezifische Energieverbrauch, bezogen auf die Produktionsmenge, war 2020 mit 1.194 kWh/t höher als der Vorjahreswert von 1.160 kWh/t. Grund dafür ist, dass der Rückgang der Produktionsmenge nicht zur Gänze durch den verringerten Gesamtenergieverbrauch kompensiert werden konnte. Dies liegt vor allem an der reduzierten Anlagenauslastung und des erforderlichen Stand-by-Betriebs aufgrund der COVID-19-Pandemie. Für die Kennzahl des spezifischen Energieverbrauchs wurde der Gesamtenergieverbrauch durch die Jahresproduktion dividiert. Die Energiemenge inkludiert alle Energieträger, die in der AMAG verwendet werden (Strom, Erdgas, Diesel, Heizöl EL, Propan). Als Nenner wurde die Summe der Jahresproduktionsmenge der Gusslegierungsgießerei, der Walzbarrengießerei und des Walzwerks in Tonnen verwendet. Im definierten Basisjahr 2017 lag der spezifische Energieverbrauch, bezogen auf die Produktionsmenge, bei 1.178 kWh/t. Das Jahr 2017 wurde als Basisjahr gewählt, da zu diesem Zeitpunkt bereits ein Großteil des AMAG 2020 Erweiterungsprojektes in Betrieb genommen wurde.

GRI 303WASSER
303-1

Wasser als gemeinsam genutzte Ressource

Die Wasserversorgung am Hauptsitz Ranshofen wird über zwei Nutzwasser- und einen Trinkwasserbrunnen sichergestellt. Die AMAG befindet sich auf einem Grundwasserkörper – einem Wasserstrom, der mit ca. 20-40l/Sek. und 100 m Durchsatz unter dem Werksgelände in den Inn abfließt. Die erlaubte Nutzwasserverwendung erfolgt auf Basis einer von der Behörde für die AMAG festgelegten Entnahmemenge. Die Grundwasserentnahme wird durch ein umfangreiches Monitoring begleitet, dazu gehören auch Messungen des Grundwasserstandes.

Das Grundwasser kann direkt ohne chemische Aufbereitung und ohne Transport über große Distanzen in der AMAG verwendet werden. Ein Großteil des entnommenen Nutzwassers wird zum Kühlen im Zuge der Gieß-, Walz- und Wärmebehandlungsprozesse verwendet und damit nur thermisch belastet – das bedeutet konkret, dass ein Großteil des verwendeten Wassers nur erwärmt, aber weder verbraucht noch verunreinigt wird.

Ein sehr geringer Anteil des verwendeten Wassers wird chemisch belastet. Diese betrieblichen Abwässer werden in Abwasserbehandlungsanlagen aufbereitet und die Ableitung durch Messung wesentlicher Parameter über Sonden laufend überwacht. Bei Messwertüberschreitungen bedingt durch Verunreinigungen wird das Wasser automatisch in ein separates Becken geleitet und gelangt von dort zur Entsorgung. Zusätzlich zur laufenden Messung über Sonden werden die Abwasserproben im Zuge von zertifizierten Überwachungen von internen und externen Laboren auf eine Vielzahl von Parametern untersucht. Regenwasser wird zum Großteil am Grundstück der AMAG versickert. Dies entspricht einer natürlichen Versickerung und dient dem Erhalt des Grundwasserkörpers. Ein Teil des Regenwassers wird über einen Regenwasserkanal gemeinsam mit Kühl- und Abschreckwässern in den Inn
eingeleitet. Die Trinkwasserentnahme erfolgt ausschließlich zum Zweck der Trinkwasserversorgung und für die sanitäre Verwendung. Das dadurch anfallende Schmutzwasser wird über den häuslichen Schmutzwasserkanal der Kläranlage Braunau zugeführt.

303-2

Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung

Die Kühl- und Abschreckwässer werden in den bestehenden Kühl- und Regenwasserkanal und über diesen - ebenfalls im Rahmen eines bestehenden Ableitungskonsenses - in den Inn eingeleitet. Regenwasser wird zum Großteil am Grundstück der AMAG versickert oder über den Regenwasserkanal direkt in den Inn eingeleitet, häusliches Schmutzwasser wird der Kläranlage Braunau zugeführt. Die Wasseremissionen werden kontinuierlich überprüft. Dazu werden die betrieblichen Abwässer in einem Kanal gesammelt, in dem wesentliche Parameter über Sonden laufend überwacht werden. Im Falle einer Messwertüberschreitung wird das Wasser automatisch in ein separates Becken umgeleitet. Zusätzlich zur laufenden Messung werden Tagesproben gesammelt und im Rahmen der Eigen- und Fremdüberwachung analysiert.

303-3

Wasserentnahme

Die gesamte Nutzwasserentnahme für die AMAG betrug 2020 rund 3.277.000 m3 (2019: 3.656.000 m3). Zum Mehrjahresvergleich wurde die gesamte Nutzwasserentnahme im Jahr 2007 im Balkendiagramm ergänzt. Die spezifische Nutzwasserentnahme belief sich im Jahr 2020 auf 6,0 m3/t (2019: 5,7 m3/t). Die leichte Steigerung kommt daher, dass COVID-19-bedingt weniger produziert wurde, jedoch Anlagen im Standby-Betrieb dennoch gekühlt werden mussten. Die Trinkwasserförderung betrug 77.400 m3 (2019: 99.400 m3).
GRI 304BIODIVERSITÄT
304-1

Eigene, gemietete oder verwaltete Betriebsstandorte, die sich in oder neben Schutzgebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von Schutzgebieten befinden.

Die AMAG verfügt über eine Grundstücksfläche von rund 300 Hektar. Die industriell verbaute Fläche beträgt davon rund 100 Hektar. Rund 180 Hektar sind Bestandteil des eigenen Forstbetriebs, der Teil des Waldkomplexes Lachforst ist und unter Leitung eines Forstwarts bewirtschaftet wird. Dies bringt besondere Anforderungen mit sich – ebenso wie die Nähe zu den nur wenige Kilometer entfernten Naturschutzgebieten „Unterer Inn" und „Buchenwald", dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Auwälder am unteren Inn" und der Vogelfreistätte „Salzachmündung" in Bayern, die strengen Naturschutzrichtlinien unterliegen. Im Rahmen der Bautätigkeiten ist die AMAG bestrebt, Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten und die im Umfeld lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen.
GRI 305EMISSIONEN
305-1

Direkte THG-Emissionen (Scope 1)

Im Berichtsjahr 2020 betrugen die direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) 92.100 Tonnen (2019: 104.400 Tonnen). Aufgrund des Bezugs von Strom aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Quellen wurden seit dem Berichtsjahr 2018 keine Scope 2-Emissionen verursacht. Die CO2-Emissionen berechnen sich aus den tatsächlich gemessenen Brennstoffmengen unter Verwendung der Standardfaktoren der nationalen Treibhausgasinventur.
305-2

Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2)

Aufgrund des Bezugs von Strom aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Quellen wurden seit dem Berichtsjahr 2018 keine Scope 2-Emissionen verursacht.
305-3

Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)

Für die Berechnung der Scope 3-Emissionen werden aus Wesentlichkeitsgründen ausschließlich die vorgelagerten Emissionen aus dem Zukauf von Primäraluminium, Walzbarren und Legiermetallen berücksichtigt. Zur Berechnung wurde der im „Environmental Profile Report“ der European Aluminium verwendete Faktor von 8,6 Tonnen CO2äqu pro Tonne in Europa verwendetes Aluminium herangezogen. Er deckt direkte Prozesse und Hilfsprozesse, thermische Energie, Elektrizität und Transport ab. Im Berichtsjahr 2020 betrugen die Scope 3-Emissionen 1.072.000 Tonnen CO2äqu (2019: 1.200.000 Tonnen CO2äqu).
305-4

Intensität der THG-Emissionen

Die spezifischen CO2-Emissionen (Scope 1+2), bezogen auf die Produktionsmenge (Tonnen CO2/t), betrugen 2020 0,168 CO2/Tonne (2019: 0,163 Tonnen CO2/Tonne). Die Steigerung liegt wie beim spezifischen Energieverbrauch vor allem an der reduzierten Anlagenauslastung und am erforderlichen Stand-by-Betrieb aufgrund der COVID-19-Pandemie.

305-7

Stickstoffoxide (NOX), Schwefeloxide (SOX) und andere signifikante Luftemissionen

Bei den Stickoxiden (NOx) sank die absolute Emissionsmenge von 100 Tonnen im Jahr 2019 auf 88 Tonnen im Jahr 2020. Die spezifischen Emissionen blieben 2020 mit 0,16 kg NOx/t stabil (2019: 0,16 kg NOx/t).

Bei Kohlenmonoxiden (CO) sank die absolute Emissionsmenge im Vorjahresvergleich von 148 im Jahr 2019 auf 95 Tonnen im Jahr 2020, auch der spezifische Emissionswert für Kohlenmonoxid verbesserte sich von 0,23 kg CO/t im Jahr 2019 auf 0,17 kg CO/t im Jahr 2020. Die Verbesserung lässt sich auf den Austausch eines Schmelzofens zurückführen - das neue, hochmoderne Aggregat zeichnet sich auch durch niedrige Emissionswerte für Kohlenmonoxid aus. Die absolute Emissionsmenge für Staub sank von 3,3 Tonnen im Jahr 2019 auf 2,8 Tonnen im Jahr 2020. Die spezifischen Staubemissionen blieben 2020 im Vorjahresvergleich mit 0,005 kg Staub/t stabil (2019: 0,005 kg Staub/t).

GRI 306ABWASSER UND ABFALL
306-2

Abfall nach Art und Entsorgungsmethode

Das Abfallaufkommen belief sich 2020 auf 9.100 Tonnen (2019: 10.500 Tonnen), davon wurden 4.500 Tonnen als gefährlich und 4.600 Tonnen als nicht-gefährlich eingestuft.7 Dabei wurden 73 % der nicht-gefährlichen Abfälle (z.B. Altholz, Eisen- und Stahlabfälle) verwertet und 27 % beseitigt. Von den gefährlichen Abfällen (z.B. Altöl, Filterstaub) wurden 5 % einer Verwertung und 95 % einer Beseitigung zugeführt. Die geringeren Abfallmengen im Berichtsjahr 2020 resultieren aus geringeren Mengen an entsorgtem Filterstaub und Ofenausbruch.
GRI 307

UMWELT-COMPLIANCE

307-1

Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen

Neben der Betrachtung der Umweltauswirkungen der normalen Geschäftstätigkeit im Rahmen des zertifizierten Umweltmanagements wurden Prozesse implementiert, die den Umgang mit abweichenden Zuständen regeln. Ein entsprechendes Umweltstörfall- und Krisenmanagement gibt Zuständigkeiten und Maßnahmen bei nicht vorgesehenen Betriebszuständen vor. Oberstes Ziel ist es, die unerwünschte Freisetzung von Stoffen zu verhindern und damit die Gefährdung von Mensch und Umwelt auszuschließen. Im Berichtsjahr gab es keine solchen erheblichen Freisetzungen von Stoffen, keine Bußgelder und keine nicht-monetären Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Umweltgesetzen und -verordnungen. Zur Erfüllung der rechtlichen Vorgaben aus dem Umweltinformationsgesetz werden aktuelle Umweltmessdaten vor dem Werksgelände ausgehängt.
GRI 308BEWERTUNG VON LIEFERANTEN HINSICHTLICH ÖKOLOGISCHER ASPEKTE
308-1

Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden

Beim Einkauf von Rohstoffen hat sich die AMAG zu einem verantwortungsvollen Beschaffungsmanagement (engl. „Responsible Sourcing“) verpflichtet. Der „Responsible Sourcing“-Prozess wird für alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister (darunter fallen Schrott-, Primärmetall-, Walzbarren-, Legiermetalllieferanten sowie Energielieferanten und -dienstleister) der AMAG durchgeführt.

Die Basis für die Lieferantenanforderungen bildet das Dokument „Compliance Regeln für AMAG Lieferanten“, das auf der AMAG-Homepage abrufbar ist. Alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister haben die „Compliance-Regeln für AMAG Lieferanten“, die Umwelt-, Corporate-Governance und Sozialkriterien beinhalten, zur Kenntnis zu nehmen und einzuhalten. Sie sind in die allgemeinen Einkaufsbedingungen integriert. Der Prozess schließt eine Bewertung und Risikoevaluierung im Abstand von ein bis drei Jahren mit ein, um Verletzungen der Compliance Regeln entlang der Lieferkette vorzubeugen bzw. entgegen zu wirken. Dazu wird eine schriftliche Zustimmung eingefordert. Für Lieferanten der Kategorie „hohes Risiko“ werden Maßnahmen zur Risikominderung festgelegt. Bei Bekanntwerden einer Nicht-Einhaltung werden Maßnahmen ergriffen, um die Nicht-Einhaltung zu beheben.

GRI-StandardAngabe
GRI 401

BESCHÄFTIGUNG

401-1

Neue Angestellte und Angestelltenfluktuation

Neuaufnahmen mussten aufgrund der Kurzarbeit auf ein Minimum reduziert werden. Die Anzahl der bis 31. Dezember 2020 neu eingestellten Mitarbeiter belief sich auf 82, davon waren 66 männlich und 16 weiblich.

Die Mitarbeiterfluktuation betrug 5,4 % (Stichtag/Köpfe). Darin inkludiert sind sämtliche Abgänge (exklusive Pensionierungen und Lösungen des Dienstverhältnisses wegen Zeitablauf bzw. in der Probezeit).

GRI 402
ARBEITNEHMER-ARBEITGEBER-VERHÄLTNIS
402-1

Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen

Betreffend Mindestmitteilungsfristen von betrieblichen Veränderungen hält sich die AMAG durchgängig an die in Österreich geltenden Gesetze und Verordnungen sowie die im Kollektivvertrag für die „Eisen- und metallerzeugende und -verarbeitende Industrie“ vereinbarten Bestimmungen. Im Berichtszeitraum gab es keine signifikanten Änderungen, die Mitarbeiter erheblich betreffen und einer Meldung bedurft hätten.

GRI 403
ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ
403-1-403-8

Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Im Bereich Arbeitssicherheit lautet der Grundsatz „Null Toleranz für Unfalle“. Der Vorstand und die Geschaftsführungen tragen die Verantwortung für die Leistungen in diesem Bereich. Ihre Aufgabe ist es, strategische Ziele festzulegen und kontinuierliche Verbesserungen sicherzustellen. Arbeitssicherheit ist Bestandteil des Bereichs Managementsysteme und fußt auf den vier Säulen Arbeitsplatzevaluierung, Zwischenfalls-/Sicherheits-Auditdatenbank, Rechtskonformität und Maschinensicherheit. Umfangreiche Sicherheitsanweisungen und Schulungsmaßnahmen, Sicherheitsaudits sowie Workshops im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) dienen der Zielerreichung.

Um Gefährdungen zu minimieren, werden laufend die Ursachen der aufgezeichneten Zwischenfalle (Beinah-Unfälle, Unfälle, gefährliche Situationen) sowie die Umsetzung und Wirksamkeit der daraufhin

getroffenen Gegenmaßnahmen analysiert. Dazu tragen Zertifizierungen und Arbeitsschutzausschüsse ebenso bei wie Richtlinien und Sicherheitsanweisungen. Die Prozesse und Standards im Bereich Arbeitssicherheit sind nach der neuen, internationalen Norm EN ISO 45001 ausgerichtet, zertifiziert und in das bestehende Managementsystem integriert.

Der AMAG ist es ein großes Anliegen, dass auch alle Fremdfirmen, die am Firmensitz tätig sind, so sicher wie möglich arbeiten. Die sichere Zusammenarbeit mit Mitarbeitern von Fremdfirmen regelt eine digitale Sicherheitsunterweisung mit Selbsttest, die von den operativen Mitarbeitern der Fremdfirmen nachweislich durchzufuhren sind. Die zentralen Grundsatze und Anforderungen betreffend Arbeitssicherheit und Menschenrechte sind in den Compliance-Regeln für AMAG-Lieferanten beschrieben. 100 % der Mitarbeiter und Leiharbeiter werden durch ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vertreten.

Oberstes Aufsichtsgremium ist der Sicherheitslenkungsausschuss (SILAS). Unter der Leitung des Vorstands wird im SILAS halbjährlich die Wirksamkeit des Arbeits- und Gesundheitsschutzes überprüft. Der Sicherheitslenkungsausschuss entscheidet über die Sicherheits- und Gesundheitspolitik und bewertet die Wirksamkeit des Arbeits- und Gesundheitsschutzes anhand der festgelegten Leistungsindikatoren sowie die Rechtskonformität. Er beschliesst notwendige Korrekturmaßnahmen, initiiert Arbeitsthemen und -gruppen. Mitglieder sind die Geschäftsführungen der operativen Gesellschaften, verantwortliche Beauftragte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsfachkräfte, die Arbeitsmedizin, die Personalabteilung sowie der Konzernbetriebsrat. Ergänzt wird dieses System durch regelmäßige Sicherheitsaudits.

Im Arbeitsschutzausschuss werden die vorgefallenen Sicherheitszwischenfalle mit den eingeleiteten Maßnahmen sowie Schwerpunkthemen aus Sicherheitsaudits sowie diverse Auswertungen und Kennzahlen behandelt. Er legt Verbesserungsmaßnahmen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz fest und entscheidet, welche Themen zusätzlich im SILAS behandelt werden sollen. Des Weiteren ist eine Sicherheitsfachkraft installiert. Ihr kommen die Aufgaben der sicherheitstechnischen Beratung der Vorgesetzten und Mitarbeiter, der Lenkung von Arbeitssicherheitsgesetzen und der Kontaktaufnahme und Meldungen von Arbeitsunfällen zu außerbetrieblichen Organisationen zu.

Sicherheitsvertrauenspersonen (SVP) informieren und unterstützen die Mitarbeiter bei Sicherheits- und Gesundheitsschutzthemen. Sie achten zudem auf die Umsetzung der Schutzmaßnahmen und das Vorhandensein sowie die Anwendung entsprechender Vorkehrungen.

Mithilfe von internen und externen Audits wird regelmäßig überprüft, ob das Arbeitssicherheitssystem wirksam ist und internationalen Standards entspricht. Nach jedem schweren Unfall werden zudem gesonderte interne Audits durchgeführt.

Die Auditergebnisse 2020 haben gezeigt, dass das Arbeitssicherheitssystem greift. Neben den Audits helfen auch Arbeitssicherheitskennzahlen bei der Ursachenforschung und ermöglichen eine umfassende Risikoanalyse. So kann erkannt werden, in welchen Bereichen die Anstrengungen verstärkt und präventive Maßnahmen abgeleitet werden müssen. Die AMAG arbeitet intensiv daran, Unfalle weiter zu reduzieren.

Die AMAG-Arbeitsmedizin, als Teilbereich der Personalabteilung, ist zentraler Ansprechpartner bei allen gesundheitsrelevanten Themen wie Erste Hilfe, ärztliche Untersuchung, Gesundheitsforderung und Beratung. Die AMAG ist Träger des Gütesiegels für Betriebliche Gesundheitsforderung (BGF), eine der höchsten nationalen Auszeichnungen für Unternehmen im Bereich Mitarbeitergesundheit. Die gesundheitsorientierten Maßnahmen für die Mitarbeiter am Standort Ranshofen wirken vor allem in den Bereichen Arbeitssicherheit, Ergonomie, Ernährung und psychosoziale Gesundheitsvorsorge. Betriebliche Gesundheitsförderung wird bei der AMAG kontinuierlich und konsequent in möglichst alle relevanten Ablaufe und Prozesse eingebracht und ist in das bestehende KVP-System (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) eingebunden. So kann sich jeder Mitarbeiter mit Vorschlägen und Lösungsansätzen zu gesundheitsrelevanten Themen im Rahmen des KVP-Prozesses einbringen.

In Arbeitssicherheitssitzungen der einzelnen Gesellschaften werden die Mitarbeiter bzw. deren Vertretungsorgane aktiv zu Themen der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz eingebunden.

403-9

Arbeitsbedingte Verletzungen

Die Rate der Arbeitsausfalltage (Definition LDR: Anzahl Ausfalltage aufgrund von Unfällen mit Ausfall inkl. Feiertage und Wochenenden in Relation zur Summe der realen Produktivstunden x 200.000 Stunden) betrug im Berichtsjahr 2020 bei Mitarbeitern 61 (2019: 108) und bei Leiharbeitern 0 (2019: 87), die Anzahl an Arbeitsausfalltagen belief sich bei Mitarbeitern auf 789 (2019: 1.471) und bei Leiharbeitern auf 0 Tage (2019: 21). Die Anzahl an Arbeitsunfällen betrug bei Mitarbeitern 17 (2019: 39), bei Leiharbeitern kam es zu keinen Unfällen (2019: 3).

Im Berichtsjahr 2020 gab es keinen Todesfall aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen, es kam jedoch zu zwei arbeitsbedingten
Verletzungen, durch die die Arbeitstätigkeit der beiden Mitarbeiter nicht innerhalb von sechs Monaten wieder aufgenommen werden konnte.

GRI 404AUS- UND WEITERBILDUNG
404-1

Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestelltem

Die COVID-19-Pandemie nahm im Berichtsjahr 2020 einen bedeutenden Einfluss auf die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Im Berichtsjahr 2020 wurden von den Mitarbeitern 24.247 Ausbildungsstunden
absolviert. Die durchschnittliche jährliche Aus- und Weiterbildungszeit pro Mitarbeiter lag bei Arbeitern ebenso wie bei Angestellten bei 4 Stunden. Die hohe Anzahl von 301 Ausbildungsstunden bei Lehrlingen ergibt sich durch die externe Ausbildung im Ausbildungszentrum Braunau. Ausgenommen von der Erfassung sind Aus- und Weiterbildungsstunden im Rahmen der Alu-Akademie sowie die Teilnahme an Vorträgen und Konferenzen.
404-3

Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer Karriereentwicklung erhalten

In den jährlichen MAZEG-Gesprächen (Mitarbeiter-Zielsetzungs- und Entwicklungsgesprächen) zwischen Mitarbeiter und Führungskraft wird auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und beidseitiges Feedback eingeholt. Des Weiteren werden der Schulungsbedarf identifiziert und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart. Die Beteiligung der Mitarbeiter am MAZEG betrug im Berichtsjahr 2020 aufgrund von COVID-19 82 % (2019: 100 %). Ausgenommen davon sind Lehrlinge, Mitarbeiter mit Abwesenheitsgründen (beispielsweise Präsenz-/Zivildienst, Mutterschutz, Karenz) und Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis kürzer als sechs Monate besteht. Zusätzlich zu den in den MAZEG vereinbarten AUWB-Maßnahmen werden über das Jahr verteilt weitere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart.

GRI 405
VIELFALT UND CHANCENGLEICHHEIT
405-1

Vielfalt in den Leitungsorganen und bei den Angestellten

Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats siehe Geschäftsbericht S. 100 ff.

GRI 406
GLEICHBEHANDLUNG
406-1

Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr wurden keine Diskriminierungsfälle gemeldet.

GRI 419

SOZIOÖKONOMISCHE COMPLIANCE

419-1

Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich

Es wurden 2020 keine erheblichen Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich bezahlt.

Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) nach.

Sie fasst die für AMAG wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen.

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