Kundenbeziehung und konsequente Kundenorientierung

Für Kunden möchte AMAG auch weiterhin ein attraktiver Partner zur Lösung von Bedürfnissen sein. Um flexibel und passgenau auf Marktanforderungen einzugehen und sich gegenüber Wettbewerbern differenzieren zu können, wird die Organisationsstruktur stetig weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Prozesse vereinfacht und digitalisiert, um effektiver, effizienter und agiler arbeiten zu können. Der unternehmerische Fokus liegt auf der Herstellung erstklassiger Aluminiumprodukte mit geringstmöglichem CO2-Fußabdruck. Die AMAG deckt die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette vom Primäraluminium bis zum fertigen Aluminiumwalzprodukt und zur Recycling-Gusslegierung ab. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, nicht nur über den Schrottgehalt zu sprechen, sondern CO2-Bilanzen inklusive der Primäraluminiumherstellung zu erstellen. So ist es auf Kundenwunsch möglich, das benötigte Primäraluminium beispielsweise aus der kanadischen Elektrolyse Alouette zu beziehen, welche den Strom für die Elektrolyse aus Wasserkraft gewinnt. 

GRI-StandardAngabe
Management

Die Erwartungen der Kunden sind für die Produktion, den Service und die Qualität der AMAG maßgeblich. Dementsprechend hat sich die AMAG zum Ziel gesetzt, das Verständnis für Kundenbedürfnisse und Kundenbeziehungen weiter zu vertiefen. Dadurch will das Unternehmen in Prozessen und Leistungen immer besser werden sowie durch exzellenten Service überzeugen. Die AMAG ist strategisch sehr gut aufgestellt und deckt mit einem äußerst breit diversifizierten Produktportfolio verschiedene Branchen ab. Am Standort Ranshofen werden alle Aluminiumlegierungsfamilien hergestellt. Die AMAG ist damit in der Lage, ihren Kunden maßgeschneiderte Spezialprodukte für unterschiedlichste Anwendungen zu liefern. Der integrierte Standort Ranshofen mit Recycling, Gießerei und Walzwerk ermöglicht in Verbindung mit der gesicherten Primärmetallbasis durch die Alouette-Beteiligung in Kanada eine reaktionsschnelle und flexible Abdeckung von Kundenbedürfnissen. Der Vertrieb erfolgt über den Hauptsitz der AMAG in Ranshofen und wird durch die Vertriebsniederlassungen unterstützt. Mit AMAG components erfolgt die Erweiterung des Produktportfolios der AMAG hin zu Komponenten und einbaufertigen Bauteilen aus Aluminium und Titan für die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Kombination aus der Gießerei und dem Walzwerk in Ranshofen mit der mechanischen Fertigung an den beiden AMAG components Standorten in Übersee und Karlsruhe, gepaart mit der hohen Recyclingkompetenz der AMAG, ist weltweit einzigartig.

Mehr Informationen dazu sind im Geschäftsbericht 2021 einsehbar.

Ziele

Ziel 2021: 

  • Gewinnung neuer Kunden und langfristige Bindung bestehender Kunden durch Vertiefung des Kundenverständnisses und Bereitstellung qualitativ hochwertiger, nachhaltig produzierter Aluminiumprodukte.
  • Absatz von 20.000 Tonnen an ASI-zertifiziertem Aluminium

Zentrale Maßnahmen:

  • Verlängerung der Wertschöpfungskette im Bereich Luftfahrt
  • Umsetzung weiterer Schritte im Rahmen der AMAG-Spezialitätenstrategie
  • Vorantreiben von Kundenqualifikationen und Ausrichtung an Kundenwünschen

Ziel 2022 / mittelfristig:

  • Gewinnung neuer Kunden und langfristige Bindung bestehender Kunden durch Vertiefung des Kundenverständnisses und Bereitstellung qualitativ hochwertiger, nachhaltig produzierter Aluminiumprodukte durch- Etablierung und Marktkommunikation von zumindest zwei Pilotprodukten mit besonders nachhaltigen Eigenschaften

Ergebnisse

 

Ergebnisse:

 

Der zur Messung der Kundenzufriedenheit eingeführte Net Promoter Score (NPS) wurde im Herbst 2021 erneut durchgeführt. Der NPS ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen und spiegelt die zufriedenstellende Entwicklung in diesem Jahr wider. Insgesamt wurden mehr als 500 Kunden kontaktiert und eine Rückmeldung von rund 30 % erzielt. Von den Kunden wurden insbesondere die Stabilität der AMAG im Sinne von langfristigen Partnerschaften, die Qualität der Produkte und die kontinuierliche Produktentwicklung vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie hervorgehoben. Sowohl von Handels- als auch OEM/Tiers-Kunden wird die AMAG als nachhaltiges Unternehmen wahrgenommen.

 

Im Geschäftsjahr 2021 zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung in der Absatzmenge. Im Berichtsjahr 2021 setzte das Segment Walzen am Standort Ranshofen rund 227.800 Tonnen (2020: 198.900 Tonnen), das Segment Gießen rund 89.600 Tonnen (2020: 81.700 Tonnen) an hochwertigen Aluminiumprodukten ab. In fast allen Absatzsegmenten des Segments Walzen konnten positive Entwicklungen verzeichnet werden. Nach wie vor zurückhaltend zeigte sich der Aluminiumbedarf in der Luftfahrtindustrie. Der für das Segment Gießen relevante Markt bezieht sich im Wesentlichen auf West- und Zentraleuropa. Der Automobilbereich, einschließlich dessen Zulieferindustrie, stellt die größte Kundenbranche des Segments dar. Die Automobilnachfrage in der Europäischen Union konnte sich nach signifikanten Einbußen im Vorjahr deutlich verbessern.

 

Das erste AMAG-Aluminium, das nach dem internationalen Chain-of-Custody-Standard (englisch für Produktkette) der Aluminium Stewardship Initiative (ASI) zertifiziert wurde, wurde 2021 an Audi in Neckarsulm geliefert. Zum Einsatz kommt das nach diesem strengen Nachhaltigkeitsstandard erzeugte Material in der Heckklappenaußenhaut des Audi A6 Avant. Mit diesem Auftrag ist für die AMAG nicht nur der erstmalige Absatz von ASI-zertifiziertem Material verbunden, er stellt auch den Einstieg als Außenhaut-Lieferant für diese Modellreihe dar. Das für 2021 vorgesehene Absatzziel von 20.000 Tonnen an ASI-zertifiziertem Aluminium konnte aufgrund von größtenteils nicht durchzertifizierten Lieferketten nicht erreicht werden. Im Automobilbereich stellt die ASI-Zertifizierung jedoch teilweise bereits ein neues Vergabekriterium dar, weshalb der Verkauf in diesem Kundensegment vorangetrieben werden konnte.

 

Im Jahr 2021 wurden insgesamt 9.799 Verbesserungsvorschläge eingereicht. Die Umsetzungsquote betrug 78 %. Ein wesentlicher Fokus lag auf dem Thema „Produktqualität“, wozu spezifische Workshops abgehalten wurden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnten KVP-Sitzungen und Workshops zum Teil nur unter erschwerten Umständen durchgeführt werden. Schulungen zu den Themen Verschwendung sowie dem Erlernen von Problemlösungsmethoden, welche 2020 aufgrund COVID-19- Pandemie nicht abgehalten werden konnten, wurden 2021 gezielt vorangetrieben

Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) nach.

Sie fasst die für AMAG wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen.

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