Innovation

Die Verantwortung für die Koordination von Forschung, Entwicklung und Technologie der einzelnen Gesellschaften liegt im Fachbereich Corporate Technology, dessen Leitung direkt an den Technikvorstand berichtet. Der Fachbereich ist für die Erarbeitung und Umsetzung der F&E-Strategie, Kooperationen mit (außer-)universitären Forschungsinstituten, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen, die anwendungsorientierte Werkstoffentwicklung und die IP-Strategie (IP= intellectual property) zur Sichtung, Sicherung und Verwertung von geistigem Eigentum zuständig. In den operativen Gesellschaften sind zudem eigene Technologiebereiche installiert. In der Gießerei liegen die Schwerpunkte auf Recycling, Metallurgie, Metallanalytik sowie Gießtechnologien. Im Walzwerk liegen die Schwerpunkte auf der branchenspezifischen Material- und Produktentwicklung, der Prozessoptimierung und der Materialprüfung.

 

Die akkreditierte Prüfstelle mit den Abteilungen Metallografie/Physik, Oberflächentechnologie, Chemische Analytik, Umweltmesstechnik und Materialprüfung liefert die erforderlichen Prüfzeugnisse und die zur Beurteilung der F&E-Versuchsergebnisse erforderlichen Kenngrößen.

 

 

 

 

 

Forschungskooperationen reichen von Grundlagenforschung und klassischer Auftragsforschung bis hin zur Entwicklung von konkreten Produkten. Die AMAG unterstützt Bachelor-, Master- und Dissertationsprojekte, ist Partner des Christian-Doppler Labors und wirkt an mehreren COMET-Kompetenzzentren mit (Materials Center Leoben, Pro2Future, AC²T). Nicht zuletzt wird eine Stiftungsprofessur an der Montanuniversität Leoben finanziert und europaweit in mehreren Arbeitskreisen im Bereich der Materialentwicklung gearbeitet. Diese Maßnahmen dienen sowohl dem Aufbau von Know-how als auch der Personalentwicklung.

Weitere Kooperationen bestehen mit der Montanuniversität Leoben, den Technischen Universitäten Wien und Graz, der ETH Zürich, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Johannes Kepler Universität Linz, dem LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, dem FELMI-ZFE Institut für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik - Zentrum für Elektronenmikroskopie, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, den COMET-Zentren Pro²Future und Materials Center Leoben und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf.

Zentrale Maßnahmen im Bereich Innovation sind:

  • Zusammenarbeit mit Instituten in mehrjährigen Projekten und Ausbau des wissenschaftlichen Netzwerks
  • Kontinuierlicher Aufbau von Dissertationskandidaten für die längerfristige Bindung
  • Entwicklung von Spezialprodukten und effizienten Produktionsprozessen
  • Erschließung neuer Anwendungen für AMAG-Produkte
  • Vorantreiben der Digitalisierung (Automation, Simulation, Datenaustausch, statistische Analysen im Rahmen von Big Data, Tracking)
  • Zertifizierung nach weiteren, internationalen Standards
  • Verlängerung der Wertschöpfungskette (z.B. mechanische Bearbeitung)
  • Wissenschaftlich-technologischer Beirat: Umsetzung der Empfehlungen

Die strategischen Stoßrichtungen im Bereich Digitalisierung wurden in einem Digitalisierungskompass zusammengefasst. Er beinhaltet die drei Ziele „operative Exzellenz“, „Produktführerschaft“ und „Partnernähe“ mit acht definierten Handlungsfeldern. Im Sinne der Nachhaltigkeit als übergeordnete Klammer müssen alle Digitalisierungsaktivitäten einen ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen aufweisen. Insbesondere der Ausbau der Dateninfrastruktur (Handlungsfeld „Predictive Management“) mit Hilfe von Big Data-Lösungen trägt dazu bei, große Datenmengen im Produktionsbereich effizient zu speichern, aufzubereiten und zu verarbeiten. Dadurch können Prozessgrenzen besser gesetzt und negativen Einflüssen gezielt entgegengewirkt werden. Weitere Informationen dazu im AluReport 03/2019

Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der AMAG Gruppe 15,5 Mio. EUR, davon in Ranshofen 15,2 Mio. EUR (2018: 15,1 Mio. EUR). Insgesamt waren im Jahr 2019 155 Mitarbeiter (Stichtag 31.12./ Köpfe) mit F&E- sowie Innovationsaufgaben beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 % im Vergleich zum Vorjahr (2018: 141 Mitarbeiter).

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