GRI 102: ALLGEMEINE ANGABEN

GRI-StandardAngabe
102-1

Name der Organisation

AMAG Austria Metall AG

102-2

Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen

Die AMAG Austria Metall AG führt als Konzernholding das Geschäft über die vier Segmente Metall, Gießen, Walzen und Service.

Segmente

102-3

Ort des Hauptsitzes

Der Hauptsitz der AMAG befindet sich in Ranshofen, Oberösterreich. Dort erfolgt die Produktion von hochwertigen Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukten.

102-4

Betriebsstätten

Darüber hinaus besitzt die AMAG eine 20 %-Beteiligung an der Elektrolyse Alouette in Kanada, der größten Elektrolyse in Nord- und Südamerika.

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Eigentum und Rechtsform

Die AMAG Austria Metall AG ist seit 8. April 2011 eine an der Wiener Börse gelistete Aktiengesellschaft (Börsenkürzel: AMAG).

Eigentümerstruktur

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Bediente Märkte

Die Produkte der AMAG werden weltweit abgesetzt. Der im Ausland erwirtschaftete Umsatz beträgt 86 %. Der Vertrieb erfolgt über das Stammhaus in Ranshofen, unterstützt durch Vertriebsniederlassungen in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Südkorea, Taiwan, Tschechien, der Türkei und den USA. Zusammen mit weiteren Handelsvertretungen ist die AMAG-Gruppe insgesamt in über 20 Ländern auf vier Kontinenten vertreten.

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Größenordnung der Organisation

Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 mit rund 1.881 Mitarbeitern an den beiden Produktionsstandorten einen Umsatz von 1036,2 Mio. EUR. Dazu wurden 421.700 t Aluminium ausgeliefert. Das Ergebnis nach Ertragssteuern betrug 63,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 31.12.2017 43,3 %. Die Nettofinanzverschuldung lag bei 282,4 Mio. EUR, der Verschuldungsgrad betrug 46,4 %. Weitere wesentliche Finanzdaten stehen im Geschäftsbericht 2017zur Verfügung.

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Information über Angestellte und andere Mitarbeiter

Am Standort Ranshofen stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr 2017 um 6,8 % auf 1.796 Beschäftigte (Stichtag 31.12./ Köpfe). Von der regionalen Aufteilung ist ein Großteil der Personalkapazitäten in Österreich angesiedelt. Rund 82 % der Mitarbeiter am Standort Ranshofen haben ihren Wohnsitz in Österreich, 18 % in Deutschland.1.780 Mitarbeiter befanden sich in unbefristeten Arbeitsverhältnissen und 16 Mitarbeiter in befristeten Arbeitsverhältnissen.

Beschäftigte in Ranshofen

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Lieferkette

Die AMAG deckt mit ihrer Geschäftstätigkeit die Bereiche Primäraluminium, Recycling-Gusslegierungen und Walzprodukte mit klaren Stärken in Bezug auf Nachhaltigkeit ab. Die Wertschöpfungskette der AMAG beginnt mit der Erzeugung von Primäraluminium in der kanadischen Elektrolyse Alouette in Sept-Îles, Québec, an der die AMAG eine Beteiligung von 20 % hält. Die weiteren Eigentümer sind Norsk Hydro mit 20 %, Rio Tinto mit 40 % und Albecour/Marubeni mit 20 %. Die Elektrolyse produziert Primäraluminium in Form von Low-Profile Sows und ist einer der Vormateriallieferanten für die AMAG in Ranshofen. Die Produktion erfolgt durch den effizienten Einsatz von elektrischer Energie aus Wasserkraft und damit mit vorbildlicher Umweltbilanz vor allem hinsichtlich CO2-Emissionen. Die Tonerdeversorgung der Alouette wird durch die Eigentümer sichergestellt. Die AMAG deckt ihren Rohstoffbedarf bei großen Minenkonzernen und Rohstoffhändlern. Die Aktivitäten der AMAG in Ranshofen umfassen den Einkauf von Primäraluminium, Walzbarren und primärnahen Schrotten im Segment Metall sowie den Einkauf von Aluminiumschrott und Legiermetallen, das Rezyklieren von Aluminiumschrott sowie die Herstellung von Recycling-Gusslegierungen und Walzbarren im Segment Gießen.

Einkauf Rohmaterial

102-10

Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette

Im Juni 2017 wurde das neue Kaltwalzwerk samt Final- und Veredelungsanlagen in Ranshofen eröffnet. Zugleich wurde die Walzbarrengießerei erneut erweitert. Mit dem Werksausbau wurde das Produktportfolio bei Aluminiumwalzprodukten hin zu größeren Dimensionen in Breite und Dicke erweitert. Dadurch werden neue Märkte erschlossen und bestehende Kundenbeziehungen ausgeweitet. Insgesamt wird die Kapazität für Walzprodukte damit auf über 300.000 Tonnen erhöht. Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen in der Struktur der Lieferkette.

102-11

Vorsorgeprinzip oder Vorsichtsmaßnahmen

Um Belastungen für Mensch und Umwelt bestmöglich zu vermeiden, werden Gefahren für Mensch und Umwelt frühzeitig und vorausschauend behandelt. Dazu verfügt die AMAG über zertifizierte Managementsysteme mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit, Qualität, Umwelt und Energieeffizienz sowie ein umfassendes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem. Aktives Risikomanagement wirkt Risiken der Geschäftstätigkeit entgegen. Dazu zählen operative, Personal- und Geschäftsrisiken sowie ökologische und soziale Risiken. Auf Basis der durch den Vorstand verabschiedeten Risikostrategie wird die aktuelle Risikosituation jährlich erhoben sowie ein Katalog an risikominimierenden Maßnahmen und Überwachungsaufgaben definiert. Nähere Details dazu sind im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichtes einsehbar.

Geschäftsbericht 2017

102-12

Externe Initiativen

Die AMAG bekennt sich zu den Grundsätzen und Prinzipien des Österreichischen Corporate Governance Kodex und damit zu einer verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle.

102-13

Mitgliedschaft in Verbänden

Die AMAG war im Jahr 2017 Mitglied in nachstehenden Verbänden und Interessensvertretungen:

  • A2LT – Austrian Advanced Lightweight Technology
  • AAI Austrian Aeronautic Ind. – Verband der österreichischen Luftfahrtzulieferindustrie
  • ASI – Aluminium Stewardship Initiative, eine Gründerinitiative zur Schaffung eines nachhaltigen Standards für die Aluminium Wertschöpfungskette
  • ASMET – The Austrian Society for Metallurgy and Materials
  • Automobil Cluster – Branchenübergreifendes Netzwerk zur Unterstützung von Unternehmen des automotiven Sektors
  • BIR – Bureau of International Recycling
  • Christian Doppler Forschungsgemeinschaft
  • C.I.R.A. – Cercle Investor Relations Austria
  • European Aluminium
  • GDA – Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie
  • GDMB – Gesellschaft für Bergbau, Metallurgie, Rohstoff- & Umwelttechnik
  • ÖGfZP – Österreichische Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung
  • Österreichische Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer
  • ÖVFA – Österreichischen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management
  • respACT – austrian business council for sustainable development
  • VDM – Verband deutscher Metallhändler
  • VNL – Verein Netzwerk Logistik
  • WGM – Wirtschaftsverband Großhandel Metallhalbzeug
GRI-StandardAngabe
102-14

Aussagen der Führungskräfte

Wir sind der zuverlässige Partner für nachhaltig produziertes Aluminium in Premiumqualität. Unsere Strategie des profitablen Wachstums geht dabei mit einer sozialen und umweltgerechten Entwicklung einher. Dabei arbeiten wir am Ausgleich der Interessen unserer Geschäftspartner und Aktionäre sowie unserer Mitarbeiter und der Umwelt.
Die Grundlagen unserer Wachstumsstrategie bilden ein wachsender Markt und eine breite Aufstellung in Bezug auf die finalen Anwendungen unserer Produkte. Die zahlreichen positiven Eigenschaften des Materials Aluminium sowie dessen zunehmende Bedeutung als Werkstoff, speziell dort, wo es auf Gewicht und technologische Eigenschaften, Zuverlässigkeit und in letzter Konsequenz Nachhaltigkeit ankommt, bilden die Grundlage dafür. Unser Wachstum erfolgt dabei in einem spezialisierten Markt mit hohen Qualitätsanforderungen, der Innovationskraft und eine umwelt- und ressourcenschonende Verarbeitung von Aluminium fordert. Wir legen besonderen Wert darauf, unsere Geschäftstätigkeit in verantwortungsvoller und moralisch, rechtlich und ethisch einwandfreier Weise auszuüben und auf dieser Basis im fairen Wettbewerb unser Geschäft profitabel auszuweiten. Megatrends wie Globalisierung, Mobilität, Klimawandel, Digitalisierung, Ressourcenverfügbarkeit und der demografische Wandel stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen und treiben zugleich die Entwicklung voran. Mit dem Grundsatz „Wertschöpfung durch Wertschätzung“, welchen wir konsequent verfolgen, bereiten wir uns auf diese Zukunft vor. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns, die drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang zu bringen. In ökonomischer Hinsicht bedeutet das, durch eine Produktion, die effizient mit Gütern und Ressourcen umgeht, nachhaltiges, profitables Wachstum zu generieren und damit auch einen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten. Eine risikobewusste Unternehmensführung unter Berücksichtigung moralischer und ethischer Grundsätze sichert den Bestand und Wert des Unternehmens. In ökologischer Hinsicht zielen wir darauf ab, Ressourcen effizient zu nutzen, Produktionsanlagen umweltschonend zu errichten und zu betreiben und unsere Kunden mit umweltfreundlichen Produkten zu beliefern.
Wesentlich dabei ist unsere Kompetenz im Aufbereiten und Rezyklieren von Aluminiumschrott, welche wir im Rahmen unseres Werksausbaus ausgeweitet haben. Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir an der Schließung von Materialkreisläufen in der industriellen Produktion, dem sogenannten Closed-Loop-Konzept. Ziel dabei ist es, Aluminium werthaltig im Kreislauf zu führen.
Unser Ziel hinsichtlich unserer sozialen Ausrichtung ist es, unsere Unternehmenstätigkeit mit sozialer Ausgewogenheit auszuüben, Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter zu verbessern sowie deren Qualifikationen und Weiterbildung zu forcieren. Der Ausbau der Produktionskapazitäten in Ranshofen sichert mittelfristig die Beschäftigung in der Region und liefert damit einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.
Mit Blick auf demografische Entwicklungen haben wir personalpolitische Maßnahmen getroffen, wie den Wissens- und Erfahrungstransfer durch eine unternehmenseigene Alu-Akademie, um die gewonnenen Kompetenzen im Unternehmen zu erhalten. Zur Identifikation wesentlicher Chancen und Risiken für unser Unternehmen pflegen wir unter anderem den Austausch mit unseren internen und externen Anspruchsgruppen. Durch die aktive Mitgliedschaft in Branchenvereinigungen und F&E-Netzwerken, die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Einbeziehung unserer Mitarbeiter, ergänzt durch die Zertifizierung nach internationalen Normen und Standards, beschäftigen wir uns laufend mit den wesentlichen Themen unserer Industrie und den Auswirkungen auf unser Umfeld.

GRI-StandardAngabe
102-16

Werte, Richtlinien, Standards und Verhaltensnormen

Klare Verhaltensregeln, die für alle Mitarbeiter verbindlich gelten, sind im AMAG-Verhaltenskodex enthalten, der vom Gesamtvorstand herausgegeben wird. Er wurde 2017 überarbeitet und für alle Mitarbeiter zur verbindlichen Kenntnisnahme im Rahmen des Richtlinienwesens verteilt. Der Verhaltenskodex ist gemeinsam mit den Compliance-Regeln für Lieferanten auf der AMAG-Homepage zu finden.

GRI-StandardAngabe
102-18

Führungsstruktur

Nachhaltigkeit wird auf Vorstandsebene verantwortet und mit klar definierten Verantwortungsbereichen in eine Managementstruktur übergeführt, die auf bewährten Funktionen aufbaut. Jährliche Zielvereinbarungen im Management schaffen Anreize zur Leistungssteigerung und machen die Zielerreichung messbar. Auf Basis von Berichten und Anträgen der Funktionsbereiche werden nachhaltigkeitsrelevante Themen im AMAG Executive Management Team (Vorstand und Geschäftsführungen der Gesellschaften) behandelt. Allgemeine Informationen zur Führungsstruktur des Unternehmens sind im Corporate Governance-Bericht des Geschäftsberichts einsehbar.

GRI-StandardAngabe
102-40

Liste der Stakeholder-Gruppen

Im Rahmen der Erstellung des Geschäftsberichts 2017 wurde die Vollständigkeit der Stakeholdergruppen analysiert und in die fünf folgenden Gruppen zusammengefasst:

  • Aktionäre und Investoren
  • Geschäftspartner
  • Mitarbeiter
  • Öffentlichkeit
  • Staatliche Organe
102-41

Tarifverhandlungen

Der Anteil der Mitarbeiter, für die Tarifverhandlungen gelten, beträgt 99 % (davon nicht betroffen sind die jeweiligen Geschäftsführer und der Gesamtvorstand).

102-42

Bestimmen und Auswählen von Stakeholdern

Als global agierendes, zukunftsorientiertes Industrieunternehmen ist die AMAG gefordert, Themen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu erkennen, entsprechende Ziele zu setzen und Maßnahmen zu ergreifen. Der Austausch mit Stakeholdern spielt dabei eine zentrale Rolle zur Identifikation der wesentlichen Themen. Je nach Intensität werden drei Arten der Stakeholdereinbindung unterschieden: Information, Dialog und Partizipation. Information bedeutet einseitige Kommunikation, wie beispielsweise über Prospekte oder die Homepage. Dialog als gegenseitiger Austausch findet im Rahmen von laufenden Kontakten mit Stakeholdern statt. Zudem partizipiert die AMAG unter anderem in Interessensvertretungen und Nachhaltigkeitsnetzwerken. Die Stakeholder der AMAG sind Personen oder Gruppen, die im Zusammenhang mit der direkten oder indirekten Geschäftstätigkeit begründete Anliegen und Ansprüche gegenüber dem Unternehmen haben. Die relevanten Stakeholdergruppen wurden 2015 durch eine interne Arbeitsgruppe festgelegt. Ein wesentliches Kriterium dabei war der (un-)mittelbare Bezug zur Unternehmensaktivität und ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen.

102-43

Ansatz für die Stakeholdereinbeziehung

Die Einbeziehung der Stakeholder erfolgt laufend. Dabei werden gruppenspezifisch unterschiedliche Dialogformate genutzt. Dazu zählen Befragungen (laufende Kundenzufriedenheitsmessungen, breit angelegte Online-Stakeholderbefragungen, zuletzt durchgeführt 2015), jährliche Zielerreichungsgespräche mit Mitarbeitern, persönliche Gespräche und Dialoge auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, die Mitarbeit in Gremien und Verbänden, themenbezogene Stakeholder-Veranstaltungen im Werk Ranshofen, die Teilnahme an Messen und Konferenzen sowie die Kommunikation über soziale Medien.

Stakeholdergruppen und -formate

102-44

Schlüsselthemen und Anliegen

Im Berichtsjahr 2017 fand im Rahmen einer Dialogveranstaltung eine Stakeholderbefragung mit Vertretern aus der Region statt. Rund 100 Stakeholder wurden gebeten, die für sie wesentlichen, vorgegebenen Themengebiete in Bezug auf die AMAG zu bewerten. Die Teilnehmer beurteilten die Themen Umweltschutz, Innovation und AMAG als Arbeitgeber als besonders wichtig. Des Weiteren wurden 2017 zwei Kundenzufriedenheitsbefragungen mit rund 808 Befragten aus 27 Ländern (Rücklaufquote 32 %) durchgeführt. Als wesentliche Themen wurden Qualität, Liefertreue, Produktportfolio sowie die Kompetenz der Mitarbeiter hinsichtlich der Bearbeitung von Kundenbelangen genannt. Eine extern durchgeführte Mitarbeiterbefragung (rund 1.600 ausgegebene Fragebögen, Rücklaufquote 73 %) mit Schwerpunkt Gesundheit ergab, dass 83 % der Belegschaft mit ihrer Arbeit zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Als wesentliche Themen wurden Unternehmenskultur, Qualifizierung und wertschätzender Umgang genannt. Die Ergebnisse der Befragung fließen in die betriebliche Gesundheitsförderung ein.

GRI-StandardAngabe
102-45

Entitäten, die in den Konzernabschlüssen erwähnt werden

Die Angaben der Nichtfinanziellen Erklärung beziehen sich ausschließlich auf den Hauptsitz Ranshofen und damit den Produktionsstandort für hochwertige Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukte. Auf die ökologischen und sozialen Aspekte der 20%-Beteiligung an der Elektrolyse Alouette über die Aluminerie Alouette Inc. wird nicht näher eingegangen. In diesem Zusammenhang wird auf den „Sustainable Development Report“ der Alouette verwiesen. Ebenso werden aus Gründen der Wesentlichkeit die Vertriebsstandorte mit insgesamt 39 Mitarbeitern (siehe Unternehmensprofil im Lagebericht) sowie die sonstigen Beteiligungen aus der Betrachtung ausgeklammert. Eine Darstellung der Beteiligungsverhältnisse zum 31. Dezember 2017 sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind dem Kapitel D Konsolidierungsgrundsätze im Geschäftsbericht 2017 zu entnehmen.
102-46

Bestimmung von Berichtsinhalt und Themenabgrenzung

Die Bestimmung der Berichtsinhalte und der -qualität basiert auf den Grundsätzen der Einbeziehung der Stakeholder, der Wesentlichkeit, dem Nachhaltigkeitskontext und der Vollständigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit. Die Anspruchs- bzw. Bezugsgruppen der AMAG, in weiterer Folge Stakeholder genannt, wurden in die Festlegung der Berichtsinhalte eingebunden. Die Auswahl der zu berichtenden Angaben erfolgte auf Basis der Ergebnisse einer den GRI-Vorgaben entsprechenden Wesentlichkeitsanalyse.
Zur Bestimmung und Priorisierung der Berichtsinhalte hat die AMAG im Jahr 2015 eine detaillierte Wesentlichkeitsanalyse
durchgeführt und für das Berichtsjahr 2017 aktualisiert. Entsprechend deckt der Bericht all jene Nachhaltigkeitsaspekte ab, die entweder bedeutende ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Auswirkungen der Organisation widerspiegeln oder einen maßgeblichen Einfluss auf die Stakeholder haben könnten. Die Vollständigkeit der Nichtfinanziellen Erklärung bezieht sich auf die Behandlung der wesentlichen Themen und ihre Abgrenzungen.

102-47

Liste der wesentlichen Themen

Die wesentlichen Themen lauten:

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Aus- und Weiterbildung
  • Compliance
  • Energie
  • Emissionen
  • Innovation
  • Kundenzufriedenheit
  • Rohstoffe & Recycling

Darüber hinaus wird auch über die Entwicklung zu nachstehenden Themen in Anknüpfung an den Nachhaltigkeitsbericht 2015 berichtet:

  • Abfall
  • Wasser
  • Regionales und gesellschaftliches Engagement
  • AMAG als Arbeitgeber
  • Biodiversität (v. a. im Zusammenhang mit dem Werksausbau)
  • Menschenrechte
  • Lieferkette
102-48

Neuformulierung der Informationen

Es gibt keine wesentliche Neudarstellung von Informationen.

102-49

Änderungen bei der Berichterstattung

Für den Nachhaltigkeitsbericht 2015 wurde durch eine Onlinebefragung der internen und externen Stakeholder eine Liste von 20 relevanten Themen ermittelt, welche als Grundlage für die Erstellung des vorliegenden Berichts dienten. Davon ausgehend wurden auf Basis der laufenden Stakeholdereinbindung (Kunden- und Stakeholderbefragungen, Dialoge und Einzelgespräche mit Stakeholdern im Berichtszeitraum) die Aktualität und etwaige Ergänzung von Themen
überprüft. Des Weiteren wurden die Themen mit einer von der Global Reporting Initiative und RobecoSam durchgeführten, sektorspezifischen Materialitätsbewertung verglichen und hinsichtlich Wesentlichkeit überprüft. Dabei wurde die Liste der 20 Themen bestätigt. Für die Priorisierung der Themen wurden sowohl die Relevanz für die internen und externen Stakeholder als auch die Bedeutung der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der AMAG erhoben und daraus acht wesentliche Themen ermittelt.

102-50

Berichtszeitraum

Die „Nichtfinanzielle Erklärung 2017“ bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2017, die Vorjahreszahlen 2016 und 2015 werden zu Vergleichszwecken herangezogen.

102-51

Datum des aktuellsten Berichts

Die "Nichtfinanzielle Erklärung" als Teil des Lageberichts im Geschäftsbericht 2017 ist die aktuellste Berichtsfassung.

102-52

Berichtszyklus

Die "Nichtfinanzielle Erklärung" wird ab dem Berichtsjahr 2017 jährlich veröffentlicht.

102-53

Kontaktangaben bei Fragen zum Bericht

Für Fragen zum Inhalt des Berichts und für den Dialog in Bezug auf die AMAG und deren Nachhaltigkeitsmanagement steht die Strategie- und
Kommunikationsabteilung (E-Mail: sustainability@amag.at) zur Verfügung.

102-54

Aussagen zu Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards

Die "Nichtfinanzielle Erklärung 2017" folgt den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und wurde wie im zuletzt veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht in Übereinstimmung mit den GRI-Standards (Option „Kern“) erstellt, um ein hohes Maß an Transparenz gegenüber den Stakeholdern und Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu gewährleisten.

102-55

GRI-Inhaltsindex

Die vorliegende Tabelle stellt zugleich den GRI-Inhaltsindex dar.

102-56

Externe Prüfung

Die veröffentlichten Angaben wurden von unabhängiger dritter Stelle geprüft. Prüfkriterien sind die GRI-Standards (Option „Kern“). Die entsprechende Prüfbestätigung der
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. erfolgt in einem gesonderten Prüfbericht. Neben der Prüfung der „Nichtfinanziellen Erklärung“ wurde die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. mit der Prüfung des Konzernabschlusses und -lageberichts 2017 beauftragt. Der Vorstand hat die verantwortlichen
Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche angewiesen, die für die Prüfung erforderlichen Belege und Informationen vollständig und richtig zur Verfügung zu stellen.

GRI 103: MANAGEMENTANSATZ

GRI-StandardAngabe
GRI 103: MANAGEMENTANSATZ 2016
103-1

Erklärung der wesentlichen Themen und ihre Abgrenzungen

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2017 beschrieben.

103-2

Der Managementansatz und seine Komponenten

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2017 beschrieben.

103-3

Prüfung des Managementansatzes

Wird im jeweiligen Kapitel der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2017 beschrieben.

GRI 200/300/400: THEMENSPEZIFISCHE STANDARDS

GRI-StandardAngabe
GRI 201

WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNG

201-1

Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert

Siehe Geschäftsbericht S. 92 f.

GRI 202
MARKTPRÄSENZ
202-2

Anteil der lokal angeworbenen Führungskräfte

Von der regionalen Aufteilung ist ein Großteil der Personalkapazitäten in Österreich angesiedelt. Rund 82 % der Mitarbeiter am Standort Ranshofen haben ihren Wohnsitz in Österreich, 18 % in Deutschland. Von den beauftragten Führungskräften in Ranshofen (darunter verstehen wir Personen in der 1. Führungsebene unter dem Vorstand) sind rund 80 % aus Österreich rekrutiert.

GRI 204
BESCHAFFUNG
204-1

Anteil der Ausgaben für lokale Lieferanten

Ein wesentlicher Wirtschaftsimpuls in der Region entsteht durch die Beschaffung von Rohstoffen, Anlagen (Gebäude, Maschinen), Betriebsmitteln, Energie und Dienstleistungen (Logistik, IT). Die AMAG hat im Geschäftsjahr 2017 wesentliche Bestellungen im Wert von 94 Mio. EUR in Oberösterreich, davon 53 Mio. EUR in der Region Innviertel, vergeben. Durch lokale Bestellungen sowie die Präsenz von Lieferantenpersonal am Standort (Nächtigung, Gastronomie, Handel) profitieren die Betriebe in der Region und im Bundesland Oberösterreich vom Wachstumskurs der AMAG.

GRI 206
WETTBEWERBSWIDRIGES VERHALTEN
206-1

Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung

Im Jahr 2017 wurden bei der AMAG keine Verfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Verstößen gegen das Kartell- und Monopolrecht gemeldet oder festgestellt.

GRI-StandardAngabe
GRI 301

MATERIALIEN

301-2

Eingesetzte rezyklierte Ausgangsstoffe

In der Vormaterialbilanz der AMAG spielt der Wertstoff Aluminiumschrott mit einem Anteil von 61 % eine dominante Rolle. Unter Berücksichtigung des eigenen Kreislaufschrotts beträgt die Schrotteinsatzrate am Standort Ranshofen ca. 75 bis 80 %. Die AMAG hat sich zu einem Kompetenzzentrum für Aluminium-Recycling entwickelt und konnte im Jahr 2017 den Schrotteinsatz auf einen Rekordwert von 347.800 Tonnen steigern.

GRI 302ENERGIE
302-1

Energieverbrauch innerhalb der Organisation

Der gesamte Energieverbrauch am Standort Ranshofen lag 2017 bei 697.400 MWh (2016: 625.100 MWh). Er berechnet sich aus dem Kraftstoffverbrauch aus nicht erneuerbaren Quellen (Erdgas, Diesel, Heizöl, Propangas) und dem Einsatz von elektrischem Strom. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Steigerung des gesamten Energieverbrauchs um 12 % aufgrund höherer Produktionsmengen, einer Erhöhung des Anteils an Knetlegierungen und Verschiebungen im Produktportfolio hin zu höherfesten Produkten mit gesteigerten Anforderungen hinsichtlich Wärmebehandlungen. Der Hochlauf mehrerer neuer Anlagen war ebenso ein Grund für die Steigerung des Energiebedarfs. Der Stromverbrauch der AMAG betrug 2017 223.900 MWh (2016: 195.800 MWh). Der Heizenergieverbrauch war mit 34.200 MWh annähernd auf dem Vorjahresniveau (2016: 32.800 MWh). Energie in Form von erneuerbaren Brennstoffen (Hackschnitzel, Biodiesel), Kühl- oder Dampfenergie wird nicht zugekauft. Heizwärme wird zum Teil durch Wärmerückgewinnungsanlagen aus Prozessabwärme erzeugt, der restliche Teil wird durch Eigenerzeugung aus Brennstoffen abgedeckt.

Energieverbrauch

302-3

Energieintensität

Der spezifische Energieverbrauch bezogen auf die Produktionsmenge war 2017 mit 1.178 kWh/t höher als der Vorjahreswert von 1.131 kWh/t. Die Veränderung ergibt sich aus Verschiebungen im Produktmix hin zu energieintensiveren Produkten. Für die Kennzahl der Energieintensität wurde der spezifische Gesamtenergieverbrauch der AMAG gewählt. Die Energiemenge inkludiert alle Energieträger, die in der AMAG verwendet werden (Strom, Erdgas, Diesel, Heizöl EL, Propan). Als Nenner wurde die Jahresproduktionsmenge in Tonnen verwendet.

GRI 303WASSER
303-1

Wasserentnahme nach Quelle

Wir sehen es als unsere Aufgabe, Wasser effizient zu nutzen und so sparsam wie möglich damit umzugehen. Ein Großteil des Wassers wird zum Kühlen im Zuge der Gieß-, Walz- und Wärmebehandlungsprozesse verwendet. Verunreinigte Abwässer werden vor ihrer Einleitung in das Kanalisationssystem in Wasserbehandlungsanlagen eingeleitet und dort aufbereitet und gereinigt. Die Abwassermenge entspricht abzüglich Verlusten (Verdampfung) der Entnahmemenge an Trink- und Nutzwasser. Am Hauptsitz Ranshofen wird die Wasserversorgung über zwei Nutzwasser- und einen Trinkwasserbrunnen aus dem Grundwasser sichergestellt. Die Ermittlung der Mengen erfolgt über die Messungen direkt an der Entnahmestelle. Regenwasser wird über den Regenwasserkanal direkt in den Inn eingeleitet bzw. am Grundstück der AMAG versickert, häusliches Schmutzwasser wird der Kläranlage Braunau zugeführt. Verunreinigte Betriebsabwässer werden in Wasserbehandlungsanlagen aufbereitet bzw. gereinigt. Vor Einleitung wird das Abwasser auf eine entsprechende Qualität überprüft und im Falle von Abweichungen zurückgehalten. Mittels Kreislaufführung bei der Anlagenkühlung konnte die AMAG die Nutzwasserentnahme trotz gestiegener Produktionsmengen konstant halten. Die gesamte Nutzwasserentnahme betrug 2017 3.486.000 m3 (2016: 3.252.000 m3). Die spezifische Nutzwasserentnahme belief sich im Jahr 2017 auf 5,9 m3/t (2016: 5,9 m3/t).

Nutzwasserentnahme

GRI 304BIODIVERSITÄT
304-1

Eigene, gemietete oder verwaltete Betriebsstandorte, die sich in oder neben Schutzgebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von Schutzgebieten befinden

In der näheren Umgebung des Werksgeländes befinden sich folgende Naturschutzgebiete mit hohem Stellenwert für die Erhaltung der Biodiversität:

  • das Schutzgebiet „Unterer Inn"
  • das Naturschutzgebiet „Buchenwald", ein weitgehend geschlossener Waldbestand in unmittelbarer Nähe zum Werksgelände
  • das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Auwälder am unteren Inn"
  • die Vogelfreistätte „Salzachmündung" in Bayern

Die AMAG ist bemüht, Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten, um die im Umfeld lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen.

GRI 305EMISSIONEN
305-1

Direkte THG-Emissionen (Scope 1)

Klimarelevante Emissionen entwickeln sich grundsätzlich parallel zum Energieverbrauch. Treibhausgase entstehen bei der AMAG insbesondere durch die Nutzung von Erdgas zum Schmelzen und Wärmebehandeln von Aluminiumlegierungen, beim Temperieren von Prozessflüssigkeiten, bei der Erzeugung von Heizwärme sowie bei der
Nutzung von Diesel für den Fuhrpark. Direkte Emissionen („Scope 1") beziehen sich auf jene CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen vor Ort entstehen. Im Berichtsjahr 2017 erhöhten sich die direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) um 10 % und betrugen 99.382 Tonnen.

Emissionen

305-2

Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2)

Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung des in der AMAG verbrauchten elektrischen Stroms und werden anhand der Angaben unserer Stromlieferanten über die CO2-Intensität ihrer Elektrizitätserzeugung berechnet.

Emissionen

305-7

Stickstoffoxide (NOX), Schwefeloxide (SOX) und andere signifikante Luftemissionen

Bei den Stickoxiden beliefen sich die spezifischen Emissionen auf 0,18 kg NOx/t, die Gesamtemission betrug 2017 106 Tonnen (2016: 101 Tonnen). Bei den spezifischen Kohlenmonoxidemissionen zeigen
sich Verringerungen von 0,23 kg CO/t im Jahr 2016 auf 0,22 kg CO/t im Jahr 2017 aufgrund der kontinuierlichen Anlagenoptimierung (Gesamtemission 2017: 129 Tonnen). Auch bei den Staubemissionen ist
insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen. Waren es 2016 noch 2,1 Tonnen emittierter Gesamtstaub, wurden 2017 2,0 Tonnen emittiert.

Luftschadstoffemissionen

GRI 306ABWASSER UND ABFALL
306-2

Abfall nach Art und Entsorgungsmethode

In der AMAG ist man bestrebt, Abfälle gemäß dem Abfallwirtschaftsgesetz 2002 zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten oder einer sonstigen Verwertung (z. B. energetische Verwertung) zuzuführen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der gesetzeskonformen Entsorgung gefährlicher Abfälle (Altöl, Emulsionen, Werkstättenabfälle, Filterstaub usw.). Bedingt durch die im Berichtszeitraum gestiegene Produktionsmenge und den Werksausbau stieg auch das Abfallaufkommen auf 10.877 Tonnen an. Gleichzeitig stieg die spezifische Abfallmenge, bezogen auf die Produktionsmenge, im Jahr 2017 auf 18 kg/t (2016: 16 kg/t).

Abfallmenge nach Aufteilung

GRI 307

UMWELT-COMPLIANCE

307-1

Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen

Im Berichtsjahr 2017 gab es keine erheblichen Bußgelder und nicht-monetären Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Umweltgesetzen und -verordnungen.

GRI 308BEWERTUNG VON LIEFERANTEN HINSICHTLICH ÖKOLOGISCHER ASPEKTE
308-1

Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden

Umweltkriterien bei neuen Lieferanten werden bis dato nicht überprüft.

GRI-StandardAngabe
GRI 401

BESCHÄFTIGUNG

401-1

Neue Angestellte und Angestelltenfluktuation

Die Fluktuationsrate ist seit Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau und betrug 2017 4,6 %. Darin inkludiert sind sämtliche Abgänge (exklusive Pensionierungen und Lösungen des Dienstverhältnisses wegen Zeitablauf und in der Probezeit).

Neueintritte ; Austritte

GRI 402
ARBEITNEHMER-ARBEITGEBER-VERHÄLTNIS
402-1

Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen

Betreffend Mindestmitteilungsfristen von betrieblichen Veränderungen hält sich die AMAG durchgängig an die in Österreich geltenden Gesetze und Verordnungen sowie die im Kollektivvertrag für die „Eisen- und metallerzeugende und -verarbeitende Industrie“ vereinbarten Bestimmungen. Im Berichtszeitraum gab es keine signifikanten Änderungen, die Mitarbeiter erheblich betreffen und einer Meldung bedurft hätten.

GRI 403
ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ
403-1

Repräsentation von Mitarbeitern in formellen Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüssen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

100 % der Mitarbeiter werden durch formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vertreten. Unter der Leitung des Vorstandes wird im sogenannten Sicherheitslenkungsausschuss (SILAS) die Wirksamkeit des Arbeits- und Gesundheitsschutzes überprüft. Mitglieder sind die Geschäftsführungen der operativen Gesellschaften, verantwortliche Beauftragte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsfachkräfte, die Arbeitsmedizin, die Personalabteilung sowie der Konzernbetriebsrat. Ergänzt wird dieses System durch regelmäßige Sicherheitsaudits.

GRI 404AUS- UND WEITERBILDUNG
404-1

Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer Karriereentwicklung erhalten

Im Berichtsjahr 2017 wurden von den AMAG-Mitarbeitern 48.263 Ausbildungsstunden absolviert. Die durchschnittliche jährliche Aus- und Weiterbildungszeit pro Mitarbeiter lag bei Arbeitern bei 9 Stunden, bei Angestellten bei 16 Stunden. Die hohe Anzahl von 401 Ausbildungsstunden bei Lehrlingen ergibt sich durch die externe Ausbildung im Ausbildungszentrum Braunau.

Stundenanzahl für Aus- und Weiterbildung

404-3

Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer Karriereentwicklung erhalten

Ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung ist das jährliche Mitarbeiterzielsetzungs- und Entwicklungsgespräch (MAZEG) zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, das auf das vergangene Jahr zurückblickt, Ziele für die Zusammenarbeit sowie Aus- und Weiterbildung im neuen Jahr steckt und zur Beurteilung der fachlichen Leistung dient. Anerkennung und Wertschätzung für gute Arbeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Beteiligung der Mitarbeiter, für die das MAZEG verpflichtend ist, beträgt 100 %. Lehrlinge, Mitarbeiter mit Abwesenheitsgründen (beispielsweise Präsenz-/Zivildienst, Mutterschutz, Karenz) und Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis kürzer als sechs Monate besteht, sind davon ausgenommen.

GRI 405
VIELFALT UND CHANCENGLEICHHEIT
405-1

Vielfalt in den Leitungsorganen und bei den Angestellten

Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats siehe Geschäftsbericht S. 22 f.

Zusammensetzung der Mitarbeiter nach Diversitätsaspekten

GRI 406
GLEICHBEHANDLUNG
406-1

Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen

Die AMAG engagiert sich für Chancengleichheit und lehnt jegliche Benachteiligung insbesondere aufgrund von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder Behinderung ab. Wir orientieren uns dabei an der UN-Charta sowie an der Europäischen Konvention für Menschenrechte. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, einen Verdacht auf Ungleichbehandlung dem Compliance-Verantwortlichen oder über eine Compliance-Hotline zu melden. Im Berichtsjahr 2017 wurden keine Diskriminierungsfälle gemeldet.

GRI 419

SOZIOÖKONOMISCHE COMPLIANCE

419-1

Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich

Es wurden 2017 keine erheblichen Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich bezahlt.

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