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Wasser

In Hinblick auf die Nutzung von Wasser wird auf eine nachhaltige und schonende Nutzung geachtet. Die Wasserversorgung am Hauptsitz Ranshofen wird über zwei Nutzwasser- und einen Trinkwasserbrunnen sichergestellt.

Die AMAG befindet sich auf einem Grundwasserkörper - einem Wasserstrom, der mit ca. 20-40l/Sek. und 100 m Durchsatz unter dem Werksgelände in den Inn abfließt.

Die erlaubte Nutzwasserverwendung erfolgt auf Basis einer von der Behörde für die AMAG festgelegten Entnahmemenge. Die Grundwasserentnahme wird durch ein umfangreiches Monitoring begleitet, dazu gehören auch Messungen des Grundwasserstandes. Das Grundwasser kann direkt ohne chemische Aufbereitung und ohne Transport über große Distanzen in der AMAG verwendet werden.

Ein Großteil des entnommenen Nutzwassers wird zum Kühlen im Zuge der Gieß-, Walz- und Wärmebehandlungsprozesse verwendet und damit nur thermisch belastet - das bedeutet konkret, dass ein Großteil des verwendeten Wassers nur erwärmt, aber weder verbraucht noch verunreinigt wird.

Regenwasser wird zum Großteil am Grundstück der AMAG versickert. Dies entspricht einer natürlichen Versickerung und dient dem Erhalt des Grundwasserkörpers.

Ein Teil des Regenwassers wird über einen Regenwasserkanal gemeinsam mit Kühl- und Abschreckwässern in den Inn eingeleitet.

Die Trinkwasserentnahme erfolgt ausschließlich zum Zweck der Trinkwasserversorgung und für die sanitäre Verwendung. Das dadurch anfallende Schmutzwasser wird über den häuslichen Schmutzwasserkanal der Kläranlage Braunau zugeführt.

Die gesamte Nutzwasserentnahme für die AMAG betrug 2020 rund 3.277.000 m3 (2019: 3.656.000 m3). Zum Mehrjahresvergleich wurde die gesamte Nutzwasserentnahme im Jahr 2007 im Balkendiagramm ergänzt.

Seit Jahren werden Maßnahmen im Zuge eines nachhaltigen Regenwassermanagements umgesetzt. Dazu wurden am Werksgelände zahlreiche Sickerbecken und Sickermulden für Niederschlagswässer errichtet. Die Gesamtfläche der realisierten bzw. geplanten Versickerungsmöglichkeiten beträgt rund 4 Hektar. Über diese Sickerflächen werden rund 128 Hektar an Dach- und weiteren Flächen entwässert. Die Errichtung von Niederschlagswasserversickerungsbecken reduziert nachhaltig die Menge an Regenwasser, die zuvor über einen Sammelkanal in den Inn abgeleitet wurde. Dadurch wird eine große Menge Regenwasser von diversen Dach- und Freiflächen am Werksgelände kontrolliert gereinigt und vor Ort versickert. Die Versickerung von Niederschlagswässern kommt dabei dem natürlichen Wasserkreislauf sehr nahe.  Durch das Passieren der Sickerbecken und -mulden wird das Wasser durch einen eigens angelegten Bodenfilter gereinigt. Die so gereinigten Niederschlagswässer werden dem Grundwasserkörper direkt am Werksgelände zugeführt.

Die Versickerungsanlagen sind als Bodenfilter- oder Rasenmulden gestaltet. Die Errichtung von Versickerungsmöglichkeiten trägt positiv zur Neubildung von Grundwasser und zum Schutz vor Überflutungen bei. AMAG wurde 2020 für das nachhaltige Regenwassermanagement für den Energy Globe Award OÖ nominiert.