Wasser

In Hinblick auf die Nutzung von Wasser wird auf eine nachhaltige und schonende Nutzung geachtet. Wasser wird in der AMAG insbesondere zur Kühlung beim Gießen von Walzbarren verwendet. Das Kühlwasser wird im Kreislauf geführt. Durch Verbesserungen der Kreislaufsysteme konnten der Wasserverbrauch und die spezifische Nutzwasserentnahme über die Jahre hinweg konstant gehalten werden. 

Angabe
Management

Die Wasserversorgung am Hauptsitz Ranshofen wird über zwei Nutzwasser- und einen Trinkwasserbrunnen sichergestellt.

Die AMAG befindet sich auf einem Grundwasserkörper, dessen Wasser mit rund 20-40l/Sek. und 100 m Durchsatz unter dem Werksgelände in den Inn abfließt. Die erlaubte Nutzwasserverwendung erfolgt auf Basis einer von der Behörde für die AMAG festgelegten Entnahmemenge.

 

Die Grundwasserentnahme wird überwacht, dazu gehören auch Messungen des Grundwasserstandes. Das Grundwasser kann direkt ohne chemische Aufbereitung und ohne Transport über große Distanzen in der AMAG verwendet werden. Ein Großteil des entnommenen Nutzwassers wird zum Kühlen im Zuge der Gieß-, Walz- und Wärmebehandlungsprozesse verwendet und damit nur thermisch belastet – das bedeutet konkret, dass ein Großteil des verwendeten Wassers nur erwärmt, aber weder verbraucht noch verunreinigt wird.

 

Ein sehr geringer Anteil des verwendeten Wassers wird chemisch belastet. Diese betrieblichen Abwässer werden in Abwasserbehandlungsanlagen aufbereitet, die Ableitung durch Messung wesentlicher Parameter wird laufend überwacht. Bei Messwertüberschreitungen bedingt durch Verunreinigungen wird das Wasser automatisch in ein separates Becken geleitet und gelangt von dort zur Entsorgung. Zusätzlich zur laufenden Messung über Sonden werden die Abwasserproben im Zuge von zertifizierten Überwachungen von internen und externen Laboren auf eine Vielzahl von Parametern untersucht.

 

Regenwasser wird zum Großteil am Grundstück der AMAG versickert. Dies entspricht einer natürlichen Versickerung und dient dem Erhalt des Grundwasserkörpers. Ein Teil des Regenwassers wird über einen Regenwasserkanal gemeinsam mit Kühl- und Abschreckwässern in den Inn eingeleitet. Die Trinkwasserentnahme erfolgt ausschließlich zum Zweck der Trinkwasserversorgung und für die sanitäre Verwendung.

Das anfallende Schmutzwasser wird über einen häuslichen Schmutzwasserkanal der Kläranlage Braunau zugeführt.

 

In Summe ist eine Fläche von etwa 4 Hektar des Werksgeländes als Versickerungsfläche angelegt. Über diese Sickerflächen werden mehr als 100 Hektar an Dach- und weiteren Flächen des Werksgeländes entwässert. Die kontrollierte Niederschlagsrückhaltung in den Versickerungsbecken reduziert zudem das Hochwasserrisiko am Standort und trägt zum Schutz vor Überflutungen bei. Bei mehreren Starkregenereignissen zeigte sich bereits deutlich, dass die errichteten Anlagen die anfallenden Wassermassen durch Sammlung und kontrollierte sowie kontinuierliche Ableitung in den Boden gut bewältigen. So wird zum einen der Betriebsstandort selbst, aber auch der Ort Ranshofen nachhaltig vor möglichen Schäden durch Überflutungen geschützt, da örtliche Kanalanlagen entlastet werden.

 

Alle Versickerungen von Niederschlagswässern wurden wasser- bzw. gewerberechtlich genehmigt. Damit die ordnungsgemäße Funktion der Becken und Mulden nachgewiesen und eine Verunreinigung des Bodens ausgeschlossen werden kann, werden zudem regelmäßig Bodenproben gezogen und von einem zertifizierten Labor auf eine Vielzahl an Parametern untersucht

 

Mehr Informationen dazu sind im Geschäftsbericht 2021 einsehbar.

Ziele

Ziel 2021: 

  • Effiziente und sparsame Verwendung von Wasser; Begrenzung der spezifischen Nutzwasserentnahme bei 6 m3/t bei Steigerung der Wertschöpfungstiefe für den integrierten Standort Ranshofen mit Recycling, Gießerei und Walzwerk

Zentrale Maßnahmen:

 

Seit mehreren Jahren wird am Standort Ranshofen an der Umsetzung eines nachhaltigen Regenwassermanagements gearbeitet. Dazu wurden am Werksgelände zahlreiche Sickerbecken und Sickermulden errichtet. Im Berichtsjahr 2021 wurden weitere, quantifizierbare Optimierungspotenziale zur Reduktion der Nutzwasserverwendung erhoben und ein Maßnahmenplan dazu erstellt.

 

Die Verbesserungen betreffen vorrangig die weitere Schließung von Kühlwasserkreisläufen bei bestehenden Anlagen, womit der Wasserverbrauch weiter reduziert werden kann. Der überwiegende Teil der Anlagen ist bereits mit geschlossenen Kühlwasserkreisläufen ausgestattet, neue Anlagen werden nur mehr auf diese Weise ausgeführt. Die Behandlung von betrieblichen Abwässern ist ein zentraler Baustein der Umweltschutzaktivitäten. Die Ableitung der Abwässer wird laufend überwacht.

 

Ziel 2022 / mittelfristig:

  • Effiziente und sparsame Verwendung von Wasser; Begrenzung der spezifischen Nutzwasserentnahme bei 6 m3/t bei Steigerung der Wertschöpfungstiefe für den integrierten Standort Ranshofen mit Recycling, Gießerei und Walzwerk
Ergebnisse

Ergebnisse:

 

Durch den Ausbau von Kreislaufkühlsystemen konnte der Wasserbedarf trotz zunehmender Produktionsmengen in den vergangenen Jahren stabil gehalten werden.

Die Entnahmemenge entspricht, abzüglich der Verluste durch Verdunstung über die Kühlkreisläufe, der Abwassermenge.

Die Nutzwasserentnahme erfolgt auf Basis eines von der Behörde festgelegten Entnahmekonsenses und bezieht sich auf jenen Teil des Nutzwassers, der in der AMAG verwendet wird (d.h. Nutzwasser, das von anderen Firmen am Standort verbraucht wird, ist darin nicht inkludiert). 

 

Die gesamte Nutzwasserentnahme für die AMAG betrug 2021 rund 3.912.700 m3, davon entfielen rund 3.742.400 m3 auf den Standort Ranshofen (2020: 3.277.000 m3).

 

Die spezifische Nutzwasserentnahme belief sich im Jahr 2021 auf 6,0 m3/t (2020: 6,0 m3/t).

Die Trinkwasserförderung betrug 62.000 m3 (2020: 77.400 m3).

Die Nutzwasserförderung inklusive standortansässiger Fremdfirmen belief sich auf 4.225.000 m3 (2020: 3.751.000 m3).

 

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