Abfall

Bei der Herstellung von Produkten sowie der Durchführung von Fertigungsprozessen und anderen Tätigkeiten wird auf eine umweltgerechte Abfallwirtschaft geachtet. Ein besonderes Augenmerk wird auf die gesetzeskonforme Entsorgung gefährlicher Abfälle (Altöl, Emulsionen, Werkstättenabfälle, Filterstaub usw.) gelegt. Für das Sammeln von gefährlichen Abfällen sind abfallrechtliche Geschäftsführer bestellt, für nicht gefährliche Abfälle sind verantwortliche Personen benannt. Für die Überwachung der Einhaltung des Abfallrechts sind Abfallbeauftragte zuständig und in dieser Funktion der Geschäftsführung berichtspflichtig. Abfälle werden lückenlos nach Abfallart und mengenmäßig zum Zweck der Nachvollziehbarkeit laut Abfallnachweisverordnung erfasst und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen an konzessionierte Unternehmen zur Entsorgung und Behandlung übergeben.

Angabe
Management

Abfälle werden lückenlos nach Abfallart und mengenmäßig zum Zweck der Nachvollziehbarkeit laut Abfallnachweisverordnung erfasst und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen an konzessionierte Unternehmen zur Entsorgung und Behandlung übergeben.

 

Im Rahmen des Elektrolysebetriebs am Standort Ranshofen, der 1992 eingestellt wurde, gelangten verschiedene Abfallarten zur Deponierung.

 

Die AMAG setzt laufend die Nachsorge der Deponie, die im Altlastenkataster erfasst ist, um. Das in der Deponie anfallende Sickerwasser wird am Werksgelände aufbereitet und das Grundwasser in der Umgebung der Deponie in regelmäßigen Abständen analysiert.

 

Weiters sind Altablagerungen bekannt, die im Verdachtsflächenkataster erfasst sind.

 

Darüber hinaus besitzt die AMAG eine aufgelassene, in der Nachsorge befindliche Abfalldeponie in Furth im Wald (Deutschland).

Die AMAG ist verpflichtet, jährlich über die Umweltsituation dieser Deponie sowie Vorsorgemaßnahmen an die zuständigen Behörden zu berichten. Salzschlacke ist die mengenmäßig bedeutendste Abfallart in der AMAG.

 

Beim Recycling von verunreinigten Schrotten ist der Einsatz von speziellen Salzen zum Schutz vor Oxidation und zum Abbinden bzw. Abtrennen der oxidischen und nichtmetallischen Bestandteile erforderlich. Dabei entsteht Salzschlacke, die von spezialisierten Unternehmen zu 100 % stofflich verwertet wird. Die Anlieferung zu den Verwertern erfolgt per Bahn. Damit bleibt nach der Aufbereitung kein Abfall zur Entsorgung übrig. Der oxidische Reststoff wird z.B. in der Zementindustrie eingesetzt.

 

Mehr Informationen dazu sind im Geschäftsbericht 2021 einsehbar.

Ziele

Ziel 2021: 

  • Vermeidung bzw. Reduktion von Abfällen; produktionsspezifische Abfallmenge <16 kg/t

Zentrale Maßnahmen:

 

Der Bau des neuen Abfallzwischenlagers inklusive einer neuen Halle zur Verbesserung des Abfallmanagements wurde 2021 fertiggestellt. Dort erfolgen die zentrale Verwiegung und digitale Erfassung des Abfalls nach Art, Menge und Herkunft sowie des Verbleibs. Ebenso findet dort die Eingangskontrolle der angelieferten Abfälle statt.

 

Im Berichtsjahr 2021 wurde mit der Erneuerung der Bahnschwellen der Anschlussbahn auf einer Länge von über vier Kilometern begonnen und mehr als 6.000 Holzschwellen durch Betonschwellen ausgetauscht. Das Werksgelände besitzt durch eine umfangreiche, interne Schienen-Infrastruktur einen Anschluss an das öffentliche Bahnnetz. Mit der Wahl von Beton wird ein nachhaltiger Zugang gewählt, da Holzschwellen aufgrund von Teerbestandteilen als gefährliche Abfälle entsorgt werden müssen. Dadurch wurde die Lebensdauer des Bahnnetzes erheblich verlängert und der Bedeutung des Bahntransports Rechnung getragen.

 

Eine weitere Maßnahme zur Abfallreduktion war der Einsatz waschbarer und damit wiederverwendbarer Reinigungstücher anstelle von Wegwerfmaterial. Zur verbesserten Filterstaubentsorgung wurden alternative Beseitigungsverfahren evaluiert. Zudem erfolgten Untersuchungen von Altlastenverdachtsfällen am Standort Ranshofen im Auftrag des Umweltbundesamts. Erste Probenahmen wurden durchgeführt und auf Basis des Berichts über die Ergebnisse vom Umweltbundesamt weiterführende Untersuchungen festgelegt. Diese werden 2021 und 2022 umgesetzt.

 

Ziel 2022 / mittelfristig:

  • Vermeidung bzw. Reduktion von Abfällen; produktionsspezifische Abfallmenge <16 kg/t am integrierten Standort Ranshofen
Ergebnisse

Ergebnisse:

 

Das Abfallaufkommen belief sich 2021 am Standort Ranshofen auf 9.750 Tonnen (2020: 9.100 Tonnen), davon wurden 4.950 Tonnen als gefährlich und 4.800 Tonnen als nicht-gefährlich eingestuft.

Dabei wurden 69 % der nicht-gefährlichen Abfälle (z.B. Altholz, Eisen- und Stahlabfälle) verwertet und 31 % beseitigt.

Von den gefährlichen Abfällen (z.B. Altöl, Filterstaub) wurden 7 % einer Verwertung und 93 % einer Beseitigung zugeführt.

 

Bei AMAG components fielen insgesamt rund 400 Tonnen an Abfällen an.

 

Die spezifische Abfallmenge, bezogen auf die Produktionsmenge im Jahr 2021, betrug 15,5 kg/t (2020: 16,6 kg/t).

 

In dieser Betrachtung nicht inkludiert sind:

  • Metallische Abfälle aus der eigenen Produktion, die als Kreislaufschrott wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden (Recycling)
  • Bauabfälle am Werksgelände, die als Recycling-Baustoff wiederverwendet werden
  • Abfälle aus Bautätigkeiten (beispielsweise Bau- und Abbruchholz, Bauschuttmassen, Betonabruch, kontaminierte Böden)
  • Salzschlacke 
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