Nachhaltigkeitsstrategie

Die AMAG verfolgt seit über 10 Jahren eine Spezialitätenstrategie und versteht sich als Premiumhersteller mit Fokus auf Innovationen und Nachhaltigkeit. Höchste Standards in den Bereichen Qualität, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Energieeffizienz sowie Informationssicherheit bei allen Prozessen sind wesentliche Eckpfeiler der Strategie des profitablen Wachstums.

Als Basis dienen die Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und weiterer Stakeholder sowie rechtliche Verpflichtungen. Nachhaltigkeit ist seit langem ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsstrategie. Deshalb werden auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie speziell in der Aluminiumbranche die Aluminium Stewardship Initiative (ASI) unterstützt.

 

2019 beschäftigte sich die AMAG im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses intensiv mit zukünftigen Produkten. Im Zuge dessen wurde beschlossen, die AMAG konsequent als Premiumlieferant mit einem hohen Anteil an nachhaltigen Spezialprodukten weiterzuentwickeln. Eine hervorragende Basis dafür bilden die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen, durch die die AMAG über den modernsten integrierten Walzwerksstandort der westlichen Welt verfügt.

 

Mit dem strategischen Schwerpunkt im Bereich Recycling wird ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von Emissionen geleistet. Hier werden die Aktivitäten laufend verstärkt und die Führungsrolle weiter ausgebaut. Gerade die zunehmende Nachfrage nach CO2-optimierten Produkten und Prozessen unterstützt diesen Ansatz. Beim Recycling von Aluminium im Vergleich zur Primärroute werden bis zu 95 % an Energie pro erzeugter Tonne Aluminium eingespart. Kunden werden durch zusätzliche Wertschöpfungsschritte in Ranshofen, gepaart mit Closed-Loop-Konzepten zur effizienten Nutzung von anfallenden Aluminiumschrotten mit CO2-optimierten Supply-Chain-Lösungen unterstützt.

 

Die Agenda für die nächsten Jahre ist klar: die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Pandemie und der Klimakrise erfolgreich zu meistern. Mit dem Ausbau in Ranshofen wurde langfristig der Grundstein für die Erfüllung steigender Kundenanforderungen gelegt. Die Innovationskraft und die klare strategische Ausrichtung auf Spezialprodukte sowie die ausgewiesene Führungsposition im Recycling leisten aktiv einen Beitrag zu diesen zentralen Herausforderungen. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal der AMAG ist die Produktvielfalt, die an einem Standort erzeugt wird. Mit den AMAG-Spezialprodukten wird eine Vielzahl von Kunden in unterschiedlichsten Märkten bedient und die Erfahrungen aus einer Produktgruppe können bei anderen Produktgruppen hilfreich sein.

 

Im Jahr 2020 hat sich die AMAG erfolgreich nach dem ASI Chain of Custody Standard (CoC) zertifiziert. Die Zertifizierung bildet die Basis für den Vertrieb von sogenanntem „ASI Aluminium“. Aluminium, das als ASI Aluminium verkauft werden darf, gewährleistet eine umweltschonende und sozialverträgliche Produktion und Verarbeitung in der gesamten Prozesskette vom Abbau des Rohstoffes bis zum hochwertigen Endprodukt. ASI-zertifiziertes Aluminium bietet AMAG-Kunden damit die Chance, verantwortungsvolle Lieferketten von Aluminium und damit das Recycling von Schrotten, Closed-Loop Konzepte und die nachhaltige Herstellung von Aluminium zu unterstützen.

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kapazitätsausbauprogramms (Projekt „AMAG 2020“) wurde der Fokus auf die selektive Verlängerung der Wertschöpfungskette zur weiteren Stärkung der Spezialitätenstrategie gelegt. Ein besonderes Highlight des Jahres 2020 stellte für die AMAG die Ende Oktober 2020 abgeschlossene Übernahme eines 70 %-Anteils an Aircraft Philipp (ACP) dar. Damit wird die Wertschöpfung erhöht, Materialkreisläufe geschlossen und der CO2-Fußabdruck verbessert, indem der bei der Bearbeitung anfallende Schrott wieder sortenrein rezykliert wird. Aircraft Philipp fügt sich somit in die Strategie der Spezialisierung und Nachhaltigkeit ein.

 

Zusammengefasst arbeitet die AMAG an der Entwicklung von Spezialprodukten, die auch der Zielsetzung eines hohen Recyclinganteils genügen und Kunden bei ihren Ansätzen zur Reduktion von Treibhausgasen unterstützen. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es das klar formulierte Ziel der AMAG, weiter profitabel zu wachsen.

 

 

 

Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs)

Die AMAG unterstützt die Erfüllung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von den Mitgliedsstaaten´der Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Die 17 Ziele markieren einen Meilenstein auf dem globalen Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft und bieten Unternehmen einen allgemein gültigen Rahmen, um einen positiven Beitrag für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten.

Die AMAG bekennt sich dazu, diese Agenda mit innovativen und nachhaltigen Produkten, einem engagierten Umweltmanagement und einer verantwortungsbewussten Wertschöpfungskette umzusetzen.

 

 

 

Nachhaltigkeitssteuerung

Die AMAG integriert Nachhaltigkeit sowohl in das Geschäftsmodell und erschließt dadurch neue Geschäftschancen als auch in die Organisation und schafft dadurch die notwendigen Verbindlichkeiten.

Nachhaltigkeit bedeutet für die AMAG die Schaffung von langfristigem Mehrwert, indem die AMAG innovativ handelt und Arbeitgeber erster Wahl ist. Dabei werden die Geschäfte auf verantwortliche Art und Weise geführt und auf Umweltschonung geachtet.

 

Nachhaltigkeit wird auf Vorstandsebene verantwortet und mit klar definierten Verantwortungsbereichen in die Managementstruktur übergeführt. Als oberstes Kontrollorgan nimmt der Aufsichtsrat seine Aufgaben hinsichtlich der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung des Unternehmens wahr. Der Fachbereich Managementsysteme mit den Abteilungen Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Energie-, Umwelt- und Risikomanagement, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Nachhaltigkeit koordiniert das Nachhaltigkeitsmanagement. Dessen Leiter informiert den Vorstand und die Geschäftsführungen regelmäßig über nachhaltigkeitsrelevante Themen. Für die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms sind die jeweiligen Fachbereichsleiter verantwortlich.

 

Der Nachhaltigkeitskompass definiert sechs Handlungsfelder und benennt konkrete Ziele und Maßnahmen, die im Nachhaltigkeitsprogramm abgebildet sind:

  • Verantwortungsvolle Unternehmensführung: Das Handlungsfeld umfasst den verantwortungsbewussten Umgang mit den an der Entwicklung des Unternehmens beteiligten Menschen und Organisationen und eine verantwortungsvolle, moralisch, rechtlich und ethisch einwandfreie Ausübung der Geschäftstätigkeit.
  • Tragfähige Kundenbeziehung und innovative Produkte: Das Handlungsfeld umfasst langfristige, partnerschaftliche und faire Kundenbeziehungen und die Gewinnung neuer Kunden. Dies wird durch höchste Produktqualität und -innovationen sowie ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit erreicht.
  • Ehrliche Mitarbeiterbeziehung: Das Handlungsfeld umfasst die systematische Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die Vereinbarkeit von Beruf & Familie, Maßnahmen zur Chancengleichheit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.
  • Engagierter Umweltschutz: Das Handlungsfeld umfasst den Schutz der Umwelt. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der zertifizierten Managementsysteme (ISO 14001, ISO 50001) und des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).
  • Verantwortungsbewusste Wertschöpfungskette: Das Handlungsfeld umfasst das Management der Rohstoffe entlang der Wertschöpfungskette.
  • Gesellschaftliches Engagement: Das Handlungsfeld umfasst die regionale Wertschöpfung, die Interaktion mit Stakeholdern sowie die Unterstützung sportlicher, sozialer und kultureller Aktivitäten als wesentliche Elemente des gesellschaftlichen Engagements.

Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) nach.

Sie fasst die für AMAG wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen.

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